Produkte vergleichen
  1. Diesen Artikel löschen
Mehr Produkte zum Vergleich hinzufügen Vergleichen
Sie haben keine Artikel zum vergleichen.

Die Geschichte des Kirschlorbeers

Kirschlorbeer kaufen

Die Geschichte des Kirschlorbeers hängt in Westeuropa stark mit der Geschichte des Zierpflanzenbaus zusammen. Sobald man diese immergrüne Heckenpflanzen sieht, dann ist das auch nicht weiter verwunderlich, weil Kirschlorbeer-Blätter eigentlich immer auffallend sind: ein großes Format und eine glänzende Blatt-Oberseite. Gerade diese Kombination gibt einer Kirschlorbeer-Hecke einen ganz eigenen Charakter, ganz im Gegensatz zu anderen, ebenfalls immergrünen Hecken. Aber wie ist der Kirschlorbeer als Hecke so beliebt geworden? Wir werden uns deshalb die Geschichte dieser besonderen Heckenpflanzen einmal genauer ansehen.

Name des Kirschlorbeers

Der Name des Kirschlorbeers kann verwirrend sein

Bei manchen Pflanzensorten kann deutlich festgestellt werden, wann sie zum ersten Mal gepflanzt wurden und wann ihre Beliebtheit genau zugenommen hat, indem man herausfindet, wann diese Pflanzen zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurden. Leider ist das hinsichtlich des Kirschlorbeers nicht ganz einfach. Das hat vor allem mit dem Namen des Kirschlorbeers zu tun, der vor allem für Gartenanfänger für Verwirrung sorgen kann. Aus der Literatur des antiken Griechenlands sind viele Texte über Kirschlorbeer-Blätter zu finden, was daraus abzuleiten ist, dass der Kirschlorbeer ursprünglich aus dem Mittelmeer-Raum und aus Westasien stammt. Es ist jedoch undeutlich, ob es sich dann um den richtigen Lorbeer (Laurus nobilis) handelt, der aus genau diesen Regionen stammt, oder um die andere Kirschlorbeer-Gattung (Prunus laurocerasus).

Wenn es um den Anwendungszweck geht, dann sollten diese beiden Pflanzen nämlich nicht verwechselt werden. Als Kirschlorbeer-Hecke ist deshalb nur der Kirschlorbeer oder Prunus laurocerasus geeignet. Die Wuchsform des richtigen Kirschlorbeers oder Laurus nobilis ist nämlich nicht als Hecke geeignet, obwohl auch dieser Lorbeer immergrün ist. Die Kirschlorbeer-Blätter, die den Geschmack von Gerichten verstärken, beziehen sich aber nur auf den richtigen Lorbeer oder Laurus nobilis. Die Blätter des Prunus laurocerasus sind deshalb nicht essbar, weil alle Pflanzenteile dieser Sorte ausgesprochen giftig sind. Es wird deshalb angenommen, dass es sich bei den Kirschlorbeer-Blättern aus der Antike um den richtigen Lorbeer (Laurus nobilis) handelt.

Es kann aber auch festgestellt werden, dass beide Sorten viel Ähnlichkeit miteinander haben. Deshalb enthalten die Namen beider Sorten das Wort "Kirschlorbeer" und das Wort "Kirsche"', wobei bei dem Wort "Kirsche" natürlich die vogelfreundlichen Steinfrüchte gemeint sind, die im Herbst an den Zweigen wachsen.

exotisch bis eingebürgert

Von exotisch bis eingebürgert

Es konnte jedoch bereits bewiesen werden, dass der Kirschlorbeer am Ende des Mittelalters nach Westeuropa gekommen ist. Damals galt der Kirschlorbeer als eine von wenigen, exotischen Heckenpflanzen, die auch in unserem Erdteil während des Winters immergrün bleiben. Zusammen mit seinen einzigartigen Blättern hat das damals dazu geführt, dass der Kirschlorbeer von westeuropäischen Pflanzenliebhabern schon schnell als eine außergewöhnliche Bereicherung des damals existierenden Pflanzenangebots gefeiert wurde. Obwohl der Kirschlorbeer ursprünglich aus einem Gebiet kommt, das viel wärmer als Deutschland ist, so kann er trotzdem gut mit winterlichen Bedingungen in Europa umgehen. Deshalb haben sich europäische Pflanzenzüchter dann schon schnell viel intensiver mit dem Kirschlorbeer befasst.

Mittlerweile hat sich der Kirschlorbeer so gut an unser Klima angepasst, dass er auch ohne die Hilfe von Pflanzenzüchtern bereits in der freien Wildbahn anzutreffen ist. Anders gesagt: der Kirschlorbeer ist im Laufe der Zeit zu einer naturalisierten Heckenpflanze geworden. Für Gartenbesitzer, die ein Auge auf den Kirschlorbeer als Zierhecke geworfen haben, sind das natürlich ganz wunderbare Nachrichten, weil diese Informationen ein Zeichen dafür sind, dass der Kirschlorbeer mit den unterschiedlichsten Bedingungen gut umgehen kann. Manche Kirschlorbeer-Sorten reagieren bei starken Minus-Temperaturen zwar etwas empfindlich, aber mittlerweile gibt es trotzdem noch genügend Kirschlorbeer-Zuchtformen zu kaufen, die sogar - 25°C noch gut verkraften können.

Die Entwicklung unterschiedlicher Zuchtformen

Mittlerweile handelt es sich jedoch nicht mehr um den ursprünglichen Prunus laurocerasus, wenn Sie den Kirschlorbeer als Hecke verwenden wollen. Das ist natürlich keine Kritik an die einstige Kirschlorbeer-Sorte, aber im Laufe der Jahre ist es Pflanzenzüchtern gelungen, um die Eigenschaften unterschiedlichen Zuchtformen so gut zu entwickeln, dass diese Zuchtformen viel besser als immergrüne Hecke geeignet sind als die anfängliche Sorte. Als Kirschlorbeer-Hecke wird noch immer am liebsten der Kirschlorbeer 'Rotundifolia' verwendet, obwohl andere Zuchtformen auch sehr gerne und immer häufiger verwendet werden, wie zum Beispiel der robustere Kirschlorbeer 'Novita' oder der ausgesprochen winterfeste und subtil blühende Kirschlorbeer 'Caucasica'.

Das Bild, das die meisten Menschen bei einer Kirschlorbeer-Hecke haben, ist das Bild von einer großen, hohen Hecke, die stark verzweigt ist. Das hat auch dazu geführt, dass Kirschlorbeer-Hecken beliebte Privacy-Hecken sind, die den Garten nach Meinung vieler Gartenbesitzer viel hübscher umranden können als Koniferen-Hecken. Es gibt jedoch Pflanzenzüchter, die bereits erkannt haben, dass eine große, breite Kirschlorbeer-Hecke eher nicht zu einem etwas kleineren Garten passt. Einer dieser Pflanzenzüchter war der deutsche Botaniker Otto Luyken. Er hat sich damals deshalb auf die Suche nach einer Zuchtform gemacht, die nur ein begrenztes Wuchsformat und eine begrenzte Wuchshöhe erreichen kann. Das ist ihm im Jahre 1940 auch gut gelungen und als diese niedrig wachsende Kirschlorbeer-Sorte im Jahre 1953 auf den Markt kam, wurde sie ab dann Kirschlorbeer 'Otto Luyken' genannt.

Später kommen dann auch noch andere Zuchtformen dazu, die vor allem als hohe Kirschlorbeer-Hecken geeignet sind und einen schmaleren Wuchs haben als die meisten anderen, höher und schneller wachsenden Kirschlorbeer-Sorten, denken Sie hier an den Kirschlorbeer 'Genolia'® oder auch an den Kirschlorbeer 'Elly'. Bei beiden Sorten wachsen die Zweige weniger in die Breite, wodurch diese Sorten vor allem aufrecht wachsend sind. So schmal wie eine Gartenzaun, eine Efeu-Hecke oder eine Koniferen-Hecke können diese Heckenpflanzen jedoch nicht werden, aber trotzdem können sie bedeutend schmalere Kirschlorbeer-Hecken bilden, die im Vergleich zu anderen Sorten weniger Platz im Garten benötigen. Dadurch sind Kirschlorbeer-Hecken als Privacy-Hecken auch in kleineren Gärten gut zu realisieren.

Und der Portugiesische Kirschlorbeer?

Bis jetzt haben wir uns vor allem mit der Geschichte des Kirschlorbeers beschäftigt. Es gibt jedoch noch eine Pflanze, die immer häufiger in Kirschlorbeer-Hecken zu finden ist: der Portugiesische Kirschlorbeer (Prunus lusitanica). Es handelt sich hier um eine Pflanze aus dem gleichen Pflanzengeschlecht, wie die laubabwerfende Schlehe (Prunus spinosa). Die Ähnlichkeit zwischen einer Portugiesischen Kirschlorbeer-Hecke und einer normalen Kirschlorbeer-Hecke ist deshalb auch verblüffend groß. Beide Sorten haben glänzende, längliche und wunderbar immergrüne Blätter. Der Portugiesische Kirschlorbeer wächst jedoch etwas langsamer als der durchschnittliche Kirschlorbeer, obwohl er im Vergleich zu langsam wachsenden Kirschlorbeer-Varianten im Laufe der Jahre doch noch einige Meter hoch werden kann.

Der Portugiesische Kirschlorbeer wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal von Linnaeus beschrieben. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass er noch viel älter ist. Vermutlich konnten nur wenige Exemplare des Portugiesischen Kirschlorbeers den starken Klimawandel am Ende des Tertiär-Zeitalters überleben, das vor 2,5 Millionen Jahren stattfand. Wie der Name bereits sagt, so wurden die ersten Exemplare des Portugiesischen Kirschlorbeers in Portugal gefunden, aber auch in Spanien, im Norden Marokkos und in den Pyrenäen ist der Portugiesische Kirschlorbeer angesiedelt. Beim Portugiesischen Kirschlorbeer und beim normalen Kirschlorbeer handelt es sich deshalb um mediterrane Heckenpflanzen.

Auch beim Portugiesischen Kirschlorbeer handelt es sich übrigens nicht um die Variante, die in der freien Wildbahn vorkommt. Bei der Sorte, die in Deutschland bekannt ist, handelt es sich deshalb um den Prunus lusitanica 'Angustifolia' und um den etwas niedriger wachsenden Kirschlorbeer 'Tico', die Zuchtformen des Portugiesischen Kirschlorbeers sind. Beide Sorten reagieren deshalb etwas besser auf untiefe, kalkhaltige Böden als ein normaler Kirschlorbeer. Außerdem sind Zuchtformen des Portugiesischen Kirschlorbeers in der Lage, um im Frühjahr ganz wunderbar zu blühen.

Was können wir aus der Geschichte der Kirschlorbeer-Hecke lernen?

Die wichtigsten Erkenntnisse, die wir aus der Geschichte der Kirschlorbeer-Hecke ableiten können, sind deshalb wie folgt: der Kirschlorbeer ist eine Pflanze, die Ihnen bei richtiger Pflege noch lange erhalten bleibt. Ein Rückschnitt pro Jahr ist deshalb schon völlig ausreichend, damit Ihre Kirschlorbeer-Hecke gesunde Triebe produzieren kann. In Westeuropa gibt es sogar Exemplare des Kirschlorbeers, die schon fast hundert Jahre alt sind. Sie werden deshalb noch lange viel Freude an den glänzenden Blättern und an dem Sichtschutz-Potenzial des Kirschlorbeers haben. Außerdem hat der Kirschlorbeer bereits bewiesen, dass sich manche exotischen Heckenpflanzen ganz schnell an das westeuropäische Klima anpassen können. Lassen Sie sich also nicht von der Tatsache entmutigen, dass der Kirschlorbeer eigentlich aus wärmeren Regionen stammt: Ihre Kirschlorbeer-Hecke kann nämlich viel verkraften, außer Staunässe.

Hätten Sie gerne eine Kirschlorbeer-Hecke in Ihrem Garten? Bei Heckenpflanzendirekt.de haben wir zwölf unterschiedliche Kirschlorbeer-Sorten im Angebot, die einzigartig und besonders dekorativ sind: vom Kirschlorbeer 'Rotundifolia', über den blühenden Kirschlorbeer 'Herbergii' bis hin zum niedrig wachsenden Kirschlorbeer 'Mano'. Unsere Kirschlorbeer-Hecken kommen aus Züchtungen, die einen ausgezeichneten Ruf haben, wodurch die Kirschlorbeer-Hecke, die an Ihre Adresse geschickt wird, immer eine ausgesprochen hochwertige Qualität hat. Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema, die noch nicht beantwortet wurden? Schauen Sie sich dann die informativen Seiten auf unserer Website doch einmal genauer an oder kontaktieren Sie unseren Kundenservice.