Heckenmyrte als Buchsbaum-Alternative

Lange Zeit war Buchsbaum eine der beliebtesten Heckenpflanzen in den Gärten Europas. Und noch immer kann man in vielen Gärten Buchsbaumhecken bewundern. Dennoch suchen immer mehr Menschen mit Garten nach einer Heckenpflanze, die den Buchsbaum ersetzen kann. Seit 2005 wird der Buchsbaum in großem Umfang von Buchsbaumschädlingen wie dem Buchsbaumzünsler und dem Buchsbaumpilz befallen. Einen wirklichen Ersatz für Buchsbaum gibt es jedoch leider nicht. Wir wollen daher lieber von Buchsbaum-Alternativen sprechen: Heckenpflanzen, die bestimmte Eigenschaften mit dem Buchsbaum teilen und unter ähnlichen Bedingungen gepflanzt werden können. Die Heckenmyrte oder Heckenkirsche, auf Lateinisch Lonicera nitida, ist solch eine Pflanze. Wie gut eignet sich Heckenmyrte als Buchsbaum-Alternative?

Eigenschaften der Heckenmyrte als Heckenpflanze

Lonicera nitida ist der botanische Name für die Heckenmyrte oder die Heckenkirsche. Heckenmyrte ähnelt jedoch nicht dem bekannten Geißblatt, das zur gleichen Pflanzengattung gehört: Lonicera nitida bekommt nicht die auffallenden Blüten und verströmt auch nicht den typischen Duft wie das Geißblatt. Die Blätter der Heckenmyrte oder Heckenkirsche sind klein, glänzend, oval und haben eine dunkelgrüne Farbe. Nicht zuletzt deshalb ist die Heckenmyrte so beliebt bei allen, die eine Alternative für ihren Buchsbaum suchen. Heckenmyrte oder Heckenkirsche sieht man oft in öffentlichen Grünanlagen und Gärten, doch auch in Ihrem Garten macht sie sich als Hecke sehr hübsch. Im Vergleich zum Buchsbaum wächst Heckenmyrte recht schnell. Aufgrund dieses relativ schnellen Wachstums muss man die Hecke zwar öfter schneiden, wenn sie eine straffe, schmale Form bekommen und behalten soll. Dennoch ist es ohne Weiteres möglich, eine klassische Hecke mit klaren Linien zu schaffen.

Heckenmyrte ist wintergrün und auch für niedrige Hecken geeignet. Diese Heckenpflanze ist robust und kräftig und gedeiht an fast allen Standorten. Heckenmyrte verträgt jedoch keinen starken Wind, deshalb ist ein einigermaßen geschützter Standort zu empfehlen. Diese Pflanze wächst sehr verzweigt, was ihr ein kompaktes Erscheinungsbild verleiht. Da sie auch recht schnell wächst, haben Sie in absehbarer Zeit eine schöne, volle Hecke in Ihrem Garten. Sie wollen eine schmale, straffe Hecke in Ihrem Garten, die einer Buchsbaumhecke in nichts nachsteht? Dann sollten Sie sie regelmäßig nachschneiden.

Welche Pflege braucht Heckenmyrte?

Heckenmyrte wächst häufig am Waldrand. Das ist ein Hinweis darauf, dass sie humus- und nährstoffreiche Böden vorzieht, die gut durchlässig sind. Nehmen Sie im Frühjahr eine Grunddüngung mit organischem Dünger vor. Lonicera nitida ist nicht sehr anspruchsvoll, was die Pflege angeht. Natürlich muss Heckenmyrte regelmäßig geschnitten werden, damit die Hecke ihre klare Linie nicht verliert und Ihr Garten immer schön gepflegt aussieht. Obwohl Heckenmyrte gut winterhart ist, besteht die Gefahr, dass Frostschäden an den Zweigen auftreten. Entfernen Sie die betroffenen Zweige im März beim ersten Schnitt.

Heckenmyrte als Buchsbaum-Alternative: Vor- und Nachteile

Auch wenn eine Hecke aus Heckenmyrte äußerlich dem Buchsbaum ähnelt, sind es natürlich zwei ganz unterschiedliche Heckenpflanzen. Der Hauptvorteil der Heckenmyrte als Buchsbaum-Alternative besteht darin, dass sie nicht so anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist wie der Buchsbaum. Das schnelle Wachstum der Heckenmyrte ist ebenfalls ein großer Vorteil: Wenn Sie kranke Buchsbäume aus Ihrem Garten entfernen wollen, können Sie mit Heckenmyrte innerhalb relativ kurzer Zeit eine Ersatzhecke schaffen. Zudem ist Heckenmyrte um einiges günstiger als Buchsbaum.

Heckenmyrte kann allerdings von Blattläusen befallen werden. Zum Glück lassen sich Blattläuse leicht mit Hausmitteln bekämpfen, wie zum Beispiel einer Mischung aus Wasser, Spiritus und grüner Seife. Spezielle, sehr wirksame Mittel gegen Blattläuse gibt es auch in Gartencentern. Heckenmyrte wird manchmal von Mehltau befallen, der sich als dünne Schicht auf der Oberfläche der Pflanze zeigt. Mehltau lässt sich leicht an den weißlichen Blättern erkennen. Ist Ihre Heckenmyrte von Mehltau befallen? Dann besprühen Sie die Heckenpflanze mit einem Pflanzenschutzmittel. Blattläuse und Mehltau sind aber verglichen mit den Krankheiten, die den Buchsbaum befallen, ziemlich einfach zu bekämpfen.

Ein Nachteil der Heckenmyrte im Gegensatz zum Buchsbaum ist allerdings, dass sie sich nicht so gut für den Formschnitt eignet. Durch das schnelle Wachstum verliert eine getrimmte Hecke aus Heckenmyrte schnell ihre Form. Freunde des Formschnitts sollten daher lieber eine andere Buchsbaum-Alternative wählen, wie etwa Eibe oder Japanische Stechpalme. Wägen Sie daher die Vor- und Nachteile gut ab, wenn Sie einen Ersatz für Ihren Buchsbaum kaufen. Nur Sie allein wissen, welche Pflanze Ihren Wünschen entspricht und am besten in Ihren Garten passt.

Eignet sich Heckenmyrte gut als Alternative zum Buchsbaum?

Ob sich Heckenmyrte wirklich als Buchsbaum-Alternative für ihren Garten eignet, hängt letztendlich von Ihrem Gartenstil und Ihren persönlichen Vorlieben ab. In der Regel passt Heckenmyrte zu vielen Gartenstilen, aber natürlich muss das Gesamtbild für Sie als Gartenbesitzer stimmen. Wichtig ist, alle Vor- und Nachteile gut abzuwägen. Sie suchen eine günstige und schnellwachsende Buchsbaum-Alternative? Dann sollten Sie Heckenmyrte in die engere Wahl ziehen. Wenn Sie eine Hecke für Formschnitt suchen, ist Heckenmyrte nicht unbedingt die erste Wahl.

Im Allgemeinen wird Heckenmyrte jedoch häufig als Buchsbaum-Ersatz empfohlen. Mit dieser Heckenpflanze ist es leicht, eine straffe und kompakte Hecke anzulegen. Wegen der kleinen Blätter sieht Heckenmyrte tatsächlich ein bisschen wie Buchsbaum aus. Das Wichtigste ist jedoch, dass Heckenmyrte ein robuster Ersatz für den Buchsbaum ist, denn sie ist nicht sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Nur Blattläuse können auch die Heckenmyrte befallen, doch sind diese leicht zu bekämpfen. Alles in allem ist die Heckenmyrte eine hervorragende Buchsbaum-Alternative.