Bambus richtig pflegen

19. Juni 2019
Bambus richtig pflegen

Manche Pflanzen haben ein ganz besonderes Aussehen, deshalb erzeugen sie in einem Garten auch sofort eine ganz besondere Atmosphäre. Der Bambus gehört auch dazu. Mit seinen langen Halmen und seinen großen, schmalen Blättern sorgt ein Bambus sofort für eine asiatische Atmosphäre im Garten. Aber ist so eine nicht-heimische Pflanze in Deutschland vielleicht auch schwer zu pflegen? Der Blog-Artikel Bambus richtig pflegen kann dann durchaus hilfreich sein, wenn Sie mehr erfahren wollen.

Die passende Bambus-Pflanze auswählen
Es ist jedoch einfacher, um eine Bambus-Sorte zu wählen, die nicht wuchert.

Die passende Bambus-Pflanze auswählen

Die Pflege Ihrer asiatischen Bambus-Hecke fängt bereits mit der richtigen Auswahl Ihrer Pflanzen an, die Sie im Garten verwenden wollen. Manche Bambus-Sorten brauchen etwas mehr Pflege als andere Sorten. Obwohl der Bambus eine nicht-heimische Pflanze ist, kann der Bambus das Klima in Deutschland trotzdem ausgesprochen gut verkraften. Viele Bambus-Pflanzen sind jedoch dafür bekannt, dass sie stark wuchern. Wenn Sie also die verkehrte Bambus-Sorte auswählen, dann kann diese Sorte andere Pflanzen in Ihrem Garten verdrängen oder sogar bis in den Garten der Nachbarn wachsen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt eine Wurzelsperre verwenden. Dies ist jedoch besonders arbeitsintensiv und zeitraubend.

Die Verwendung einer Wurzelsperre ist auch nicht so ganz einfach. Sie sollten den Gartenboden um Ihre Bambus-Pflanze herum ausgraben, damit die Wurzelsperre unter den Wurzelballen Ihrer Bambus-Pflanze geschoben werden kann. Es ist jedoch einfacher, um eine Bambus-Sorte zu wählen, die nicht wuchert. Bei Heckenpflanzendirekt.de haben wir unterschiedliche Fargesia-Sorten im Angebot, die alle ganz wunderbare, nicht wuchernde Optionen sind. Es handelt sich hier um Bambus-Sorten, die alle Eigenschaften haben, die zu einem dekorativen Bambus gehören. Sie sind jedoch viel zeitsparender und pflegeleichter, weil sie nicht wuchern. Sie können sich deshalb voll und ganz auf andere Aufgaben im Garten konzentieren: pflanzen, schneiden, pflegen, bewässern, düngen!

Pflanzen bewässern
Bambus-Pflanzen brauchen relativ viel Wasser, genauso wie andere Pflanzen im Garten.

Pflanzen bewässern

Bambus-Pflanzen brauchen relativ viel Wasser, genauso wie andere Pflanzen im Garten. Vor allem in den ersten sechs Monaten nach dem Pflanzen sollten Bambus-Pflanzen genug Wasser bekommen, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Am besten ist es jedoch, wenn der Gartenboden Ihrer Bambus-Hecke immer feucht ist und bleibt. Es ist praktisch, wenn Sie dann zum Beispiel eine Wassermulde ausgraben, damit das Wasser beim Bewässern nicht seitlich ablaufen kann. In der ersten Woche nach dem Pflanzen Ihrer Bambus-Hecke sollten Sie Ihre Pflanzen jedoch jeden Tag bewässern. Ab der zweiten Woche brauchen Sie Ihre neue Hecke dann nur noch zwei- bis dreimal pro Woche zu bewässern.

Der Gartenboden sollte dabei auch immer gut durchlässig sein. Wenn sich nämlich zu viel Wasser im Boden ansammelt, dann können Wurzeln anfangen zu verrotten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dafür zu sorgen, dass ein Gartenboden auch immer durchlässig genug ist und bleibt. Sie können schwere Bodensorten (denken Sie hier an Lehmböden) dann beispielsweise mit leichteren Torf-Böden vermischen. Manchmal kann es auch helfen, wenn Sie einfach nur mit einer Heugabel mehrmals in den Boden stechen, damit das Wasser schneller wegsickern kann. Sollte die Situation Ihres Gartenbodens besonders gravierend sein, dann können Sie auch professionelle Unternehmen kontaktieren, die Ihren Gartenboden fachkundig drainieren. Haben Sie schon einmal über einen Mähnenbambus 'Simba' in Ihrem Garten nachgedacht?

Düngen Bambus
Kompost oder auch ein organischer Dünger kann in diesem Zusammenhang am besten verwendet werden.

Düngen

Bambus-Pflanzen bevorzugen einen Gartenboden, der nährstoffreich ist, genauso wie andere Pflanzen. Deshalb ist es immer eine gute Sache, um einen Bambus in regelmäßigen Abständen zu düngen. Achten Sie dann jedoch gut auf die Sorte des Düngers, den Sie verwenden wollen. Kompost oder auch ein organischer Dünger kann in diesem Zusammenhang am besten verwendet werden. Verwenden Sie Hühner-, Pferde- oder auch Taubenmist, der bereits gut zersetzt ist. Außerdem ist für den Bambus vor allem der Culterra-Dünger gut geeignet. Organische Dünger enthalten viele Nährstoffe, die dem Bambus beim Wachsen helfen.

Ein anderer Boden-Verbesserer, der für Bambus-Pflanzen ausgesprochen gut geeignet ist, nennt sich Urgesteinsmehl. Das klingt im Zusammenhang mit Pflanzen oder Hecken vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig: die Verwendung von Gesteinsmehl, um das Wachstum einer Pflanze oder Hecke zu unterstützen. Trotzdem geht das wunderbar! Sand besteht ja auch aus kleinsten Steinkrümelchen. Vulkan-Böden sind nämlich ganz besonders fruchtbar, deshalb werden sie nur zu gerne für den Landbau verwendet. Außerdem glauben manche Menschen auch daran, dass vulkanisches Gestein eine Art 'Überlebenskraft' ausstrahlt, die krankheitsresistent sein soll. Die Wirkung dieses Gesteins konnte bis jetzt jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen werden.

Wichtig beim Düngen Ihrer Bambus-Pflanzen ist jedoch, dass Sie unter keinen Umständen einen Kunst-Dünger verwenden sollten. Bei Kunst-Dünger handelt es sich nämlich um einen besonders starken Dünger, die den Boden ganz besonders fruchtbar machen soll. Das klingt natürlich positiv, aber Bambus-Pflanzen sind schnellwachsend. Manche Fargesia-Sorten können deshalb auch bis zu 75 cm pro Jahr wachsen. Wenn diese Sorten dann auch noch einen Kunst-Dünger erhalten, dann werden sie demzufolge viel zu schnell wachsen und ihre Struktur verlieren. Darum sollte der Bambus-Boden weniger fruchtbar sein, damit Ihre Bambus-Pflanzen zuerst stärker und robuster werden, bevor sie in die Höhe wachsen.

Bambus Schneiden
Wenn sie also alte, dicke Bambus-Triebe ganz unten an der Wurzel abschneiden, dann kann dadurch das Wachstum neuer Triebe stimuliert werden, damit Ihre Bambus-Hecke wieder jung und frisch aussieht.

Schneiden

So eine schnellwachsende Pflanze sollte dann natürlich auch regelmäßig zurückgeschnitten werden. Der Rückschnitt von Bambus-Pflanzen geht jedoch etwas anders als der Rückschnitt von andere Pflanzen in Ihrem Garten. Der Bambus bildet nämlich keine Reserve-Knospen, deshalb wird ein abgeschnittener Bambus-Trieb auch nicht erneut austreiben. Aus der Wurzel heraus bilden sich jedoch immer wieder neue Triebe. Wenn sie also alte, dicke Bambus-Triebe ganz unten an der Wurzel abschneiden, dann kann dadurch das Wachstum neuer Triebe stimuliert werden, damit Ihre Bambus-Hecke wieder jung und frisch aussieht. Bambus kann man das ganze Jahr hindurch zurückschneiden. Nach dem Winter sollten beschädigte Triebe sofort entfernt werden.

Viele Gartenbesitzer entfernen deshalb ganze Halme und Blätter, wenn sie Ihre Bambus-Pflanzen schneiden. Bambus-Pflanzen haben nämlich eine ganz einzigartige, dekorative Struktur, die gerade auch bei Bambus-Hecken ziemlich oft durch die Halme und Blätter verdeckt wird und dadurch nicht sichtbar ist. Viele Gartenbesitzer bevorzugen deshalb, um gleich ganze Halme und Blätter wegzuschneiden, damit die Bambus-Hecke oder die Bambus-Gruppenpflanzung im Garten einen asiatischen Touch bekommt und dadurch viel mehr Ausstrahlung und Eleganz hat als vorsichtig zurückgeschnittene Bambus-Pflanzen oder Bambus-Hecken, denken Sie hier zum Beispiel an den Jadebambus oder an den Fontänenbambus. Dadurch sieht der Bambus ganz besonders hübsch und auffallend aus. Der Nachteil ist jedoch, dass Bambus-Hecken dadurch etwas weniger blickdicht sind.