Die außergewöhnlichsten Koniferen

31. Januar 2020
Die außergewöhnlichsten Koniferen

Koniferen haben ein ausgesprochen typisches Aussehen. Hierdurch denkt man oftmals, dass Koniferen einer Pflanzen-Sorte angehören, was jedoch nicht stimmt. Sie gehören nämlich zu einem Pflanzen-Geschlecht, das aus mehr als sechshundert noch lebenden Pflanzen-Sorten besteht. Obwohl diese Koniferen-Sorten alle ganz eigene, außergewöhnliche Eigenschaften haben, sieht man vor allem die Übereinstimmungen: sie haben kein Laub, sondern Nadeln oder Schuppen. Dadurch haben Koniferen-Hecken in unseren Gärten auch oftmals ein vergleichbares Aussehen: formell, straff und ziemlich stilvoll.

Trotz dieser Übereinstimmungen gibt es aber dennoch ganz unterschiedliche Koniferen-Sorten mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die ganz besonders auffallend sind. Wir stellen Ihnen deshalb gerne die außergewöhnlichsten Koniferen aus unserem Sortiment vor. Lesen Sie also schnell weiter, um mehr zu erfahren.

Die Eibe
Vielleicht klingt es etwas ungewöhnlich: die Eibe ist eine Konifere, die fast am außergewöhnlichsten ist.

Die Eibe

Vielleicht klingt es etwas ungewöhnlich: die Eibe ist eine Konifere, die fast am außergewöhnlichsten ist. Die Eibe ist nämlich die am meisten gepflanzte Koniferen-Sorte Europas – vielleicht ist sie sogar die am meisten gepflanzte Heckenpflanzen-Sorte auf diesem Teil der Erde. Das liegt daran, dass sie ganz besondere Eigenschaften hat. Koniferen sind beispielsweise schnellwachsend und sollten deshalb regelmäßig gepflegt werden, damit sie ihre Form besser halten können. Sie ist mit ihrem jährlichen Zuwachs von 15-20 cm aber gut unter Kontrolle zu halten. Durch die Schnelligkeit ihres Wachstums kann die Eibe auch gut für den Formschnitt verwendet werden, deshalb ist sie überraschenderweise auch wunderbar als Buchsbaum-Ersatz zu verwenden.

Die Tatsache, dass die Eibe auch Verjüngungsschnitte verkraften kann, ist ebenfalls auffallend. Schuppen-Koniferen, denken Sie hier an die Leyland-Zypresse und an die Scheinzypresse, sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, weil ihr altes Holz nicht mehr austreiben kann. Die Eibe hat außerdem sogenannte schlafende Knospen an den Zweigen, die früher oder später austreiben werden. Bei Lichteinfall werden sich diese schlafenden Knospen an den Zweigen öffnen und neue grüne Nadeln bilden. Haben Sie einen Rückschnitt übersprungen und sind Sie der Meinung, dass Ihre Eibe zu groß oder zu breit geworden ist? Dann können Sie Ihre Eiben-Hecke auch stark zurückschneiden bis sie die von Ihnen gewünschte Form erreicht hat.

Außerdem ist die Eibe eine der wenigen Koniferen, die auffallende Früchte hat. Die meisten Koniferen haben trockene, kegelförmige Früchte. Das Wort ,,Konifere'' ist auch auf die lateinischen Wörter ,,Kegel'' (Conus) und ,,tragen'' (Ferre) basiert. Die Eibe hat hingegen knallrote Früchte, die gerne von Vögeln gefressen werden. Für uns Menschen sind die Fruchtkerne jedoch äußerst giftig, darauf sollten Sie besonders achten. Sie haben aber ein hübsches, zierliches Aussehen. Wenn Sie zehn weibliche Eiben (Taxus media 'Hicksii') pflanzen, dann sollten Sie auch ein männliches Exemplar, den Taxus media 'Hillii', zwischen Ihre weiblichen Pflanzen positionieren, damit die 'Hillii' jedes Jahr eine maximale Menge an Früchten bilden kann.

Der Urweltmammutbaum
Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) gehört aus verschiedenen Gründen zu einer besonderen Pflanzen-Sorte.

Der Urweltmammutbaum

Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) gehört aus verschiedenen Gründen zu einer besonderen Pflanzen-Sorte. Fangen wir jedoch mit der Geschichte dieser Pflanze an: am Anfang des letzten Jahrhunderts gingen Botaniker davon aus, dass alle Pflanzen vom Metasequoia-Geschlecht ausgestorben waren. Vor Millionen von Jahren wuchsen ganz unterschiedliche Metasequoia-Sorten auf der nördlichen Halbkugel unserer Erde. Es wurde damals jedoch angenommen, dass dieses Geschlecht den Klimawandel nicht überstehen wird. In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurden jedoch in Zentral-China Urweltmammutbäume gefunden. Nur dort wachsen diese Pflanzen auch heute noch in der freien Natur. Pflanzen-Züchter haben mittlerweile jedoch dafür gesorgt, dass Urweltmammutbäume heutzutage wieder einfacher erhältlich sind.

Weil der Urweltmammutbaum eine hübsche Pflanze ist, haben auch heute noch viele Gartenbesitzer ein großes Interesse in dieser Metasequoia-Sorte. In den ersten Jahren nach dem Pflanzen Ihrer Urweltmammutbaum-Hecke sollten Sie jedoch dafür sorgen, dass der Stamm dieser Pflanze einen aufrechten Wuchs hat. Sobald dies eingetreten ist, dann haben Sie noch lange viel Freude an dieser zierlichen Koniferen-Hecke. Achten Sie jedoch darauf, dass der Urweltmammutbaum eine Ausnahme unter den Koniferen ist, weil er seine Nadeln abwirft. Viele Gartenbesitzer selektieren aber vor allem Koniferen, weil sie immergrüne Heckenpflanzen bevorzugen. Dieser jährlich zurückkehrende Nadelverlust kann dann also nachteilig sein. Die wunderbaren, goldbraunen Herbstfarben dieser Pflanze können jedoch wieder viel gutmachen.

Außerdem ist der Urweltmammutbaum eine Ausnahme unter den Heckenpflanzen, weil er Staunässe gut verkraften kann. Deshalb hat diese Pflanze auch einen so urigen Namen. In der Natur wächst der Urweltmammutbaum nämlich in feuchten Sumpfgebieten. Der Urweltmammutbaum kann deshalb feuchte Böden gut vertragen, auf dem das Regenwasser nach einem starken Regenschauer nur schwer hindurchsickern kann. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes. Wenn Sie beispielsweise einen Lebensbaum oder eine Eibe auf nasse Böden pflanzen, dann fangen die Wurzeln Ihrer Hecke nämlich schon bald an zu faulen. Langanhaltende Trockenheit sollte jedoch vermieden werden, indem Sie den Urweltmammutbaum regelmäßig mit Wasser versorgen.

Die Japanische Lärche
Auch die Japanische Lärche (Larix kaempferi) ist eine Koniferen-Sorte, die ihre Nadeln abwirft.

Die Japanische Lärche

Auch die Japanische Lärche (Larix kaempferi) ist eine Koniferen-Sorte, die ihre Nadeln abwirft. Das sollte aber kein Nachteil sein, weil die Japanische Lärche zu jeder Jahreszeit auch wieder ganz andere Farben hat. Frische, gerade ausgetriebene Nadeln, die zu dichten Büscheln an den Zweigen wachsen, haben eine blaugrüne Färbung. Im Laufe des Jahres haben sie eine dunkelgrüne Farbe und bevor sie im Herbst abfallen sind sie mit ihrer goldgelben Farbe ein richtiger Hingucker im Garten. Die Japanische Lärche ist auch dann noch interessant und dekorativ, nachdem sie ihre Nadeln bereits abgeworfen hat. Die schuppige Rinde dieser Pflanze hat nämlich eine rote bis graubraune Farbe, die in Kombination mit den rotbraunen, leicht behaarten Zweigen Ihren Garten verschönern wird.

Außerdem werden Sie schnell feststellen, dass die Nadeln der Japanischen Lärche länger sind als die meisten anderen Koniferen-Nadeln. Dadurch hat diese Koniferen-Sorte ein besonderes Aussehen, das auch noch durch die leicht überhängenden Zweige dieser Pflanze verstärkt wird. Dadurch hat eine Japanischen Lärchen-Hecke ein etwas informelleres Aussehen als eine straff zurückgeschnittene Eiben-Hecke oder Thuja-Hecke. Aber das tut der Zierlichkeit der Japanischen Lärche absolut keinen Abbruch.

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Haben diese außergewöhnlichen Koniferen Ihr Interesse geweckt? Oder bevorzugen Sie eher eine etwas konventionellere Koniferen-Hecke?

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