Ligusterhecken: schon seit Jahren ein Erfolg

2. Oktober 2018

Liguster wird seit jeher bei uns eingesetzt. Früher gab es fast überall Gärten, in denen eine Hecke mit Ovalblättrigem Liguster (Ligustrum ovalifolium) stand. In den letzten Jahren kamen mehr Arten hinzu, mit denen man eine Ligusterhecke anlegen kann, wie etwa der Goldliguster (Ligustrum ovalifolium 'Aureum') oder der Gemeine Liguster (Ligustrum vulgare). Vom Gemeinen Liguster gibt es eine Sorte im Handel, die fast gänzlich wintergrün bleibt: der Wintergrüne Liguster (Ligustrum vulgare 'Atrovirens').

Liguster sind nicht gänzlich wintergrün. Während eines normalen Winters bleiben die meisten Blätter an der Hecke. In strengen Wintern jedoch verliert Liguster sein Laub. Erst im Frühjahr, wenn der Liguster wieder austreibt, haben Sie wieder eine schöne grüne Hecke.

Wann kann ich Liguster pflanzen?

Warum ist Liguster so beliebt? Liguster kann das ganze Jahr gepflanzt werden, weil es alle Pflanzen auch im Topf oder Kübel gezogen gibt. Beim Setzen von Pflanzen, die im Kübel gezogen wurden, werden die Wurzeln nicht beschädigt und die Pflanze bemerkt kaum, dass sie umgepflanzt wurde. Liguster wird im Topf angeboten, aber auch mit Wurzelballen oder wurzelnackt.

Pflanzen im Topf oder Kübel können das ganze Jahr über gepflanzt werden, außer wenn das Graben wegen Frost unmöglich ist. Pflanzen Sie den Liguster auch nicht, wenn es sehr heiß ist. Dann kann es passieren, dass der Wurzelballen nicht genug Wasser aus dem Erdreich aufnehmen kann. Die Blätter vertrocknen dann schneller als man gießen kann.

Wurzelnackte Heckenpflanzen können gepflanzt werden, wenn die Pflanzen noch in Winterruhe sind, am besten also vom Spätherbst bis zum frühen Frühjahr. Pflanzen mit Wurzelballen werden nur ausgegraben, wenn die Pflanzen in der Ruhephase sind. Also auch vom Spätherbst bis zum frühen Frühjahr, auch wenn die Zeitspanne etwas länger als bei wurzelnackten Pflanzen bemessen werden kann.

Wann muss Liguster geschnitten werden?

Eine Ligusterhecke sollte mindestens zweimal im Jahr geschnitten werden. Das erste Mal zum Ende des Frühlings, das zweite Mal zum Ende des Sommers. Manchmal ist es notwendig, zwischendurch ein paar Zweige zurückzuschneiden. Liguster kann nämlich ziemlich lange Triebe entwickeln. Ein regelmäßiger und kleiner Korrekturschnitt ist dann angebracht.

Wenn Sie einen älteren Ligusterstrauch später im Jahr zum ersten Mal schneiden, zum Beispiel im Juni, bekommt er perlweiße, duftende Blütenrispen. Dafür werden Ihnen vor allem die Bienen dankbar sein, denn die Blüten sind reich an Nektar. Wenn Sie Liguster nicht zweimal im Jahr schneiden, neigt er dazu, in die Breite zu wachsen, vor allem im oberen Teil der Hecke.

Schneiden Sie den Liguster daher oben auch immer etwas schmaler als unten. Dann bleibt sie unten schön grün, da sie dort dann mehr Licht abbekommt. Der Unterschied in der Breite wird in kurzer Zeit wieder ausgeglichen. So bleibt Ihre Ligusterhecke gleichmäßig grün und Sie können sich noch lange an ihrem Anblick erfreuen.