Thuja-Hecke pflegen

11. Juli 2018

Die Thuja oder auch Lebensbaum genannt ist eine wunderbare Konifere, die als Heckenpflanze viele gute Eigenschaften hat. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Pflanze bei Gärtnern so beliebt ist. Aber wie sollten Sie eine Thuja-Hecke pflegen? Was beinhaltet die Pflege dieser Hecken-Konifere jetzt genau und wieviel Zeit kostet das?

Wasser und Dünger

Es ist vor allem gleich nach dem Pflanzen wichtig, dass Ihr Lebensbaum genug Wasser und Nährstoffe bekommt. Eine Thuja mit einem Wurzelballen oder als topfgezüchtete Pflanze braucht dann etwas mehr Wasser als ein Lebensbaum mit Nacktwurzeln. Dennoch ist es für alle drei Sorten wichtig, dass sie zweimal bis dreimal pro Woche Wasser bekommen. Dies sollten Sie vor allem in den ersten Wochen nach dem Pflanzen Ihrer Lebensbaum-Heckenpflanzen machen. Sie können hier auch gleich mehr darüber erfahren, wie viele Koniferen pro Meter gepflanzt werden sollten. Außerdem ist es wichtig, um Ihre Lebensbäume mindestens einmal und maximal zweimal pro Jahr zu düngen. Dies können Sie mit einem Koniferen-Dünger machen, aber auch mit Kompost oder Torf.

Schneiden

Es klingt etwas abgedroschen, aber die meiste Pflege einer Thuja-Hecke besteht aus dem Schneiden dieser Pflanze. Die Thuja occidentalis wächst zwar etwas langsamer als die Thuja plicata, aber trotzdem sollten beide Sorten im Allgemeinen zweimal pro Jahr geschnitten werden, und zwar zwischen April und September. Bei Lebensbäumen ist es jedoch empfehlenswert, um sie als Hecke mit einer Heckenschere zu schneiden. Achten Sie jedoch darauf, dass Lebensbäume nicht bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden sollten, denn aus dem alten Holz entstehen keine neuen Triebe, dies trifft auch auf die meisten anderen Koniferen-Sorten zu. Weil die Oberfläche der Hecke auch meistens relativ groß ist, empfehlen wir Ihnen, um zum Schneiden eine elektrische Heckenschere zu verwenden.

Im Allgemeinen gilt, dass die obere Hälfte einer Hecke etwas schmaler geschnitten werden sollte als die untere Hälfte. Dies sorgt dann dafür, dass die gesamte Hecke immer genug Sonnenlicht bekommt und im oberen Teil nicht zu schwer wird. Schneiden Sie Ihre Hecke lieber an einem bewölkten Tag, zum Beispiel kurz nach einem Regenschauer, denn dann werden die Zweige, die zum ersten Mal ans Tageslicht treten, nicht sofort von der prallen Sonne getroffen. Wenn Sie bereits zu hohe Thuja-Hecken haben sollten, dann erfahren Sie hier mehr darüber, wie man zu hohe Koniferen schneiden sollte.

Braune Flecken

Natürlich kann das Schneiden auch manchmal schief gehen. Vielleicht schneiden Sie aus Versehen zu tief und bis ins alte Holz oder Teile Ihrer Hecke bekommen nicht genug Sonnenlicht. Bei einer Thuja-Hecke können dann braune Flecken entstehen und das wollen Sie natürlich vermeiden.

Eine einfache Lösung ist dann, um einen braunen Fleck von grünen Zweigen verdecken zu lassen. Vor allem bei Schnitt-Fehlern ist dies eine gute Lösung. Verwenden Sie eine Schnur oder sogenannte Tiewraps, um die grünen Zweige so zu lenken, dass man den braunen Fleck nicht mehr sieht. Man mogelt dann zwar etwas, also ob man den braunen Fleck unter den Teppich kehren will, aber bereits im Frühling werden frische, neue, grüne Ausläufer der immergrüne Zweige den braunen Fleck schon ganz von alleine wieder verdecken. Innerhalb von zwei Jahren sollte es dann möglich sein, um die Schnur wieder abzuschneiden, denn dann kann Ihre Hecke auch wieder ganz von alleine und ohne Ihre Hilfe strahlen. Die Pflege von Koniferen ist also immer wichtig, damit Sie noch lange viel Freude an Ihrer Hecke haben werden. Wenn Sie Koniferen-Hecken bevorzugen, dann können Sie sich auch einmal die Eibe, die gemeine Fichte, die japanische Lärche oder auch den wunderbaren Urweltmammutbaum einmal genauer ansehen.