Wie schnell wachsen Koniferen?

4. Dezember 2019
Wie schnell wachsen Koniferen?

Häufig wird geklagt, dass Koniferen zu schnell wachsen, um das Wachstum gut im Zaum zu halten. Wenn Sie wenig Zeit in die Pflege investieren können, sind die meisten Nadelhölzer tatsächlich nicht die beste Wahl. Andererseits haben Sie mit Nadelhölzern in der Regel innerhalb kurzer Zeit eine hohe Hecke. Aber nicht alle Nadelhölzer wachsen mit der gleichen Geschwindigkeit. Hier erhalten Sie die Antwort auf die Frage: Wie schnell wachsen Koniferen? So wissen Sie schnell, welche Koniferen zu Ihrem Garten passen und ob Sie Ihre Hecke so pflegen können, wie es für die Pflanze erforderlich ist.

Die Vor- und Nachteile einer schnell wachsenden Koniferenhecke

Ist es ein Problem, dass Nadelbäume schnell wachsen? Das hängt von Ihren eigenen Vorlieben ab. Wenn Sie nicht lange warten wollen, bis Ihre Hecke hoch genug ist, gibt es keine bessere Wahl als eine schnell wachsende Konifere. Möglicherweise müssen Sie mehrmals im Jahr schneiden, aber das Ergebnis ist immer eine schlanke, stilvolle Hecke, die Ihren Garten mehr verschönert als eine Gartenmauer oder ein Gartenzaun aus Holz oder Metall. Wenn Ihre Koniferenhecke Früchte trägt, profitieren auch Vögel in der Umgebung davon.

Es wird allerdings schwierig, wenn Sie gar keine Zeit haben, die Hecke regelmäßig zu schneiden. Viele Nadelhölzer treiben nicht mehr auf altem Holz aus. Die am schnellsten wachsenden Nadelhölzer sollten daher drei- bis viermal im Jahr geschnitten werden. Wenn Sie das Schneiden ein paar Mal überspringen, können Sie die Hecke nicht mehr in Form schneiden, da dies zu irreparablen kahlen und braunen Stellen in der Hecke führt. Glücklicherweise tritt dieses Problem nicht bei jeder Koniferenhecke auf. Außerdem wächst nicht jede Hecke so schnell, dass es ein Problem wäre, zwei Monate lang nicht zu schneiden.

Schnell wachsende Koniferen

Es gibt einen Nadelbaum, der sehr schnell wächst: die Leyland-Zypresse (Cupressocyparis leylandii). Diese Nadelbäume wachsen unter idealen Bedingungen bis zu einem Meter im Jahr. Es gibt nur wenige immergrüne Heckenpflanzen, die so schnell wachsen. Selbst der sehr schnell wachsende Efeu schafft dies nicht. Das schnelle Wachstum ist ein Grund, warum Leyland-Zypressen so beliebt sind. In vielen Ländern ist sie sogar die mit Abstand meistverkaufte Heckenpflanze. Für eine Hecke auf Kopfhöhe brauchen Leyland-Zypressen nur zwei bis drei Jahre.

Es gibt allerdings zwei Nachteile dieses schnellen Wachstums. Leyland-Zypressen müssen mindestens drei- bis viermal im Jahr geschnitten werden. Man kann nämlich keinen radikalen Verjüngungsschnitt durchführen, wenn sie zu groß oder zu breit geworden sind. Außerdem wachsen Leyland-Zypressen zwar schnell in die Höhe, allerdings sind sie dann noch nicht dicht genug, um als Sichtschutzhecke zu fungieren. Dies können Sie verhindern, indem Sie einfach eine Fertighecke kaufen, die natürlich etwas mehr in der Anschaffung kostet. Sie möchten eine Nadelbaumhecke, die blickdicht ist, wenn sie auf Kopfhöhe gewachsen ist? Dann pflanzen Sie eine langsamer wachsende Konifere.

Koniferen mit durchschnittlicher Wachstumsgeschwindigkeit

Eine ausgezeichnete Alternative zu Leyland-Zypressen sind Scheinzypressen (Chamaecyparis lawsoniana). Bei einem jährlichen Wachstum von rund 30 Zentimetern müssen Sie etwas länger warten, bis diese Nadelbaumhecke hoch genug ist, um Ihren Garten vor neugierigen Blicken der Nachbarn und Passanten abzuschirmen. Zwei Schnitte zwischen März und September sind mehr als ausreichend. Außerdem hat die Scheinzypresse andere Farben als Leyland-Zypresse. Beide Arten sind in Gelb erhältlich, aber es gibt auch eine blaue Scheinzypresse mit elegantem blaugrünem Laub.

Thuja, auch bekannt als Lebensbaum, hat ein etwas anderes Aussehen als Zypressen, doch sind ihre Nadeln ebenso schuppenartig. Thuja ist eine ideale Heckenpflanze. Allerdings ist das Laub junger Thujapflanzen noch nicht sehr schuppenartig und ähnelt eher Nadeln. Thuja wächst etwa 30 Zentimeter im Jahr. Außerdem kann eine Thujahecke recht schmal gehalten werden, so dass sie auch in einen kleinen Garten passt. Schneiden Sie Thuja nicht so weit zurück, dass es keine grünen Zweige mehr gibt. Die Thuja 'Brabant' und die Thuja 'Smaragd' sind in unseren Gärten beliebt, aber auch Züchtungen des Riesenlebensbaums (Thuja plicata) sind sehr attraktiv.

Niedrig wachsende Koniferen

Unter den langsam wachsenden Nadelbäumen befindet sich eine der beliebtesten Heckenpflanzen: die Eibe. Eine typische Koniferenhecke besteht für viele Gartenbesitzer aus Eiben. Doch ihr Wachstum unterscheidet sich stark von anderen Nadelhölzern. Die Eibe wächst nur 15 bis 20 Zentimeter im Jahr. Nur der Buchsbaum wächst noch langsamer, doch das ist ein Laubbaum. Für eine hohe Nadelbaumhecke mag diese Wachstumsgeschwindigkeit ein Nachteil sein, aber es gibt auch Eiben-Fertighecken, die bereits zwei Meter hoch sind. Eibe können nämlich sehr hoch werden. Und da sie auch noch sehr dicht wachsen, ist eine hohe Eibenhecke eine ideale Sichtschutzhecke.

Ein weiterer Vorteil von Eiben ist die einfache Pflege. Langsames Wachstum bedeutet auch, dass seltener geschnitten werden muss. Einmal im Jahr ist bereits ausreichend und zwei Schnitte im Jahr ergeben ein besonders dichtes und kompaktes Ergebnis. Außerdem ist die Eibe eine der wenigen Koniferen, die Knospen auf altem Holz bildet. Das bedeutet, dass Sie eine Eibenhecke verjüngen können, wenn Sie zu groß wird. Die Sonne lässt die Knospen austreiben und Ihre Eibenhecke wächst weiter ohne kahle Zweige oder Stellen zu bekommen.