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Einer der Gründe, warum Eiben einzigartige Koniferen sind, ist, dass sie eine Eibenhecke verjüngen können. Wir erklären Ihnen gerne wie, wann und warum.
Einer der vielen besonderen Eigenschaften der Eibe ist, dass Sie die Eibenhecke verjüngen können, wenn Sie das Empfinden haben, dass diese zu groß oder zu breit geworden ist. Bei den meisten anderen Koniferen ist das nicht möglich. Weil viele Heckenkoniferen beträchtlich schnell wachsen, kann es zu einem Problem werden, wenn Ihr Garten relativ klein ist oder Sie wenig Zeit haben Ihre Koniferenhecke zu pflegen. In diesem Fall bietet eine Eibenhecke viel mehr Möglichkeiten als andere Arten von Koniferenhecken. Eine hohe Eibenhecke lässt länger auf sich warten, kann aber stark zurückgeschnitten werden. Wir erklären gerne wie und warum Sie eine Eibenhecke verjüngen.
Was bringt eine Verjüngung von Eibenhecken mit sich?
Heckenpflanzen, die von Ihrem Unterholz aus auslaufen, können, wenn sie zu groß geworden sind, verjüngt werden. Einfach gesagt bedeutet dies, dass Sie Ihre Heckenpflanze stark zurückschneiden, mit dem Ziel, dass die Hecke erneut in Form wächst. Diese Eigenschaft hat z.B. die Kirschlorbeer beliebt gemacht. Der Unterschied zwischen zu groß und groß kann bei dieser immergrünen Heckenpflanze sehr klein sein. Es hängt von der Größe Ihres Gartens ab, aber wenn Sie Ihre Kirschlorbeerhecke bis um einige Dutzend Zentimeter oberhalb des Bodens zurückschneiden, wird er im folgenden Jahr wieder auslaufen. Nicht alle Heckenpflanzen können das.
Koniferen werden seit jeher als pralle und formreiche Hecken geliebt. Sie haben keine großen Blätter und lassen sich daher gut in rechteckige Blöcke schneiden. Es ist wichtig, dass Sie das Schneiden beibehalten, ansonsten entstehen kahle oder braune Stellen in der Hecke. Vor allem Kieferkoniferen, wie Thuja oder Leyland-Zypresse sind hiervon stark betroffen. Der Schaden ist schwer wiederherzustellen weil Kieferkoniferen von ihrem Unterholz her dann nicht mehr auslaufen. Die Eibe tut dies dennoch.
Das Risiko, dass eine Eibenhecke aus ihrer Form wächst, ist sehr gering, da die Eibe lediglich 15 bis 20 Zentimeter pro Jahr wächst. Ein bis zwei Schnitte pro Jahr sind normal und ausreichend, um die Eibenhecke in Form zu halten. Es kann eher vorkommen, dass Sie z.B. Ihre hohe Eibenhecke satt haben und eine niedrigere in Ihren Garten möchten. Das ist bei dieser Sorte Hecke möglich. Die meisten Koniferen bieten diese Möglichkeit nicht.
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Warum kann eine Eibenhecke verjüngt werden?
Kieferkoniferen laufen ab dem grünen Teil ihrer Äste aus. Schneiden Sie eine Thuja, Leyland-Zypresse oder Scheinzypresse weiter zurück als die Äste grün sind, dann werden die Äste nicht wieder grün werden. Eine Hecke können Sie sogar bis zum Stamm zurückschneiden. Bereits zwei Jahre später werden wieder grüne Äste an Ihrer Eibenhecke sein. Das hängt damit zusammen, dass sich schlafende Knospen an den Ästen von Eiben befinden. Schneiden Sie eine Eibe bis zum Stamm oder bis zu einigen Ästen zurück, dann fällt wieder Licht darauf, wodurch sich die Knospen öffnen.
Das Ergebnis ist, dass eine Eibenhecke jedes Jahr neue grüne Triebe produziert. Auch wenn Sie Ihre Eibenhecke so stark zurückschneiden, dass sich keine Äste mehr an ihm befinden. Das sorgt dafür, dass Sie bei wenig Zeit dennoch lange Freude an Ihrer Eibenhecke finden. Es gibt Eiben in Großbritannien und der Türkei, die vermutlich älter als 4.000 Jahre sind. Wenn Sie also die wenige Pflege aufbringen, die Ihre Eibenhecke nötig hat, werden Sie ein Leben lang eine hervorragende Hecke mit der Eibe vorfinden. Sowohl die Gemeine Eibe (Taxus baccata) als auch die Eibe 'Hicksii' und die Eibe 'Hilli' sind verjungbar.
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Verjüngungsschnitt Eibenhecke: Wann?
Eine Eibenhecke schneiden kann theoretisch zu jedem Zeitpunkt im Jahr, an dem es nicht friert, geschehen. Wir raten dazu bei einem Verjüngungsschnitt den Schneidemoment sorgfältig auszusuchen. Selbst wenn es nicht friert, ist davon abzuraten im Winter zu schneiden. Die Pflanzen benötigen zu diesem Zeitpunkt ihre Energie, um grün zu bleiben und auch Schnittwunden heilen langsamer im Winter. Auch ein heißer Sommer kann riskant sein, weil viel Sonnenlicht eine Verbrennungsgefahr darstellt. Vor allem bei Sprösslingen ist das ein Risiko, weil diese dünner sind und weniger Unterholz besitzen, als Äste, die sich bereits voll entwickelt haben.
Der ideale Zeitpunkt für einen Verjüngungsschnitt einer Eibenhecke ist ein bewölkter Tag im Herbst. Wenn es dann gerade geregnet hat, kommen Sie einfacher mit der Schere durch die Äste. Zudem haben die schlafenden Knospen bei einem Schnitt im Herbst Zeit, sich so zu entwickeln, dass sie im Frühjahr wieder gleichermaßen auswachsen. Der einzige Nachteil dieses Schneidezeitpunkts ist, dass ein übermäßig harter Winter einigen Schaden der jungen Pflanzen mit sich bringt. Ein Verjüngungsschnitt zu Beginn des Frühjahres ist auch möglich, aber dann ist das Risiko der Verbrennung im Sommer hoch. Behalten Sie dieses Risiko im Hinterkopf und denken Sie an die Wetteraussichten, wenn Sie einen Verjüngungsschnitt vornehmen möchten.
Tips, wie Sie die Eibenhecke nach einer Verjüngung versorgen
Koniferen sind sehr empfindlich was nasse Böden angeht und das ist bei der Eibe nicht anders. Wenn Sie die Eibenhecke gerade verjüngt haben, ist es wichtig, dass der Boden feucht bleibt. Die neuen Sprossen benötigen dies, um zu vollen Ästen auswachsen zu können. Den Boden halten Sie feucht und nicht zu nass, indem Sie den Boden, bevor Sie den Pflanzen genügend Wasser geben, gut dränieren. Vor allem wenn es längere Zeit nicht geregnet hat, ist dies wichtig.
Haben Sie Ihren Eibenhecke verjüngt, aber wollen letztendlich, dass die Eibe wieder hoch genug wird, um so einen privaten Sichtschutz zu bieten? Dann schneiden Sie die Hecke im ersten Jahr lediglich in der Breite. Den Kopf Ihrer Eibenhecke können Sie dann schneiden, sobald die Hecke die gewünschte Höhe erreicht hat.