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Krankheiten des Kirschlorbeers

Kirschlorbeer kaufen

Normalerweise ist eine Kirschlorbeer-Hecke eine Hecke, die ausgesprochen pflegeleicht ist. Der Kirschlorbeer und der Portugiesische Kirschlorbeer können auf fast allen Bodensorten wachsen, außerdem sind sie besonders standorttolerant. Trotzdem können Krankheiten in der Kirschlorbeer-Hecke auftreten. Diese Krankheiten können durch Schimmel-Krankheiten oder durch Ungeziefer verursacht werden. Zum Glück ist es in den meisten Fällen jedoch ziemlich einfach, um gegen diese Krankheiten vorzugehen, deshalb ist es sogar möglich, um manche Krankheiten durch passende Vorsorgemaßnahmen zu vermeiden. Dadurch werden die wunderbaren Blätter dieser immergrünen Heckenpflanzen Ihren Garten noch lange verschönern.

Löcher Blättern Schrotschuss

Löcher in den Blättern: Schrotschuss

Die Schrotschusskrankheit ist vielleicht sogar die am häufigsten auftretende Krankheit, die ein Kirschlorbeer haben kann. Diese Krankheit ist an den unregelmäßigen Löchern zu erkennen, die meistens in der Blattmitte entstehen, als ob mit Schrot auf die Blätter geschossen wurde. Es wird oftmals angenommen, dass die Blätter von Insekten angefressen werden. Dieser Gedankengang ist nicht abwegig, aber Insekten fangen beim Fressen der Blätter meistens an den Blatträndern an. Bei einem Kirschlorbeer, der in der Blattmitte Löcher hat, handelt es sich deshalb meistens um die Schrotschusskrankheit. Noch bevor die Löcher entstehen, werden Blasen auf den Blättern zu erkennen sein, die sich im Laufe der Zeit öffnen. Sobald die Blätter eine braune Ausstrahlung bekommen, werden sie schnell von den Zweigen abfallen.

Die Schrotschusskrankheit wird meistens durch Schimmel ausgelöst, der sich bereits in der Kirschlorbeer-Hecke befindet. Es gibt dann verschiedene Schimmel-Sorten, die für diese Krankheit verantwortlich gemacht werden können. Alle diese Schimmel-Sorten haben jedoch ein gemeinsames Merkmal: an feuchten Stellen wachsen sie am besten. Bei gut durchlässigen Böden kann es deshalb weniger schnell zu Schimmelbefall kommen, weil Ihre Kirschlorbeer-Hecke dadurch auf relativ trockenen Böden wächst. Wenn Ihre Hecke jedoch an relativ feuchten Standorten wächst, dann kann es hilfreich sein, um Ihre Kirschlorbeer-Hecke bereits am Anfang des Jahres zu schneiden. Deshalb sollten die Spitzen der Zweige zwischen März und April zurückgeschnitten werden, weil sich der Schimmel dadurch nicht so schnell verbreiten kann. Im Idealfall sollten kurz vor Sommeranfang und am Herbstanfang noch weitere Rückschnitte stattfinden.

Die gute Nachricht ist, dass die Schrotschusskrankheit fast nie für das vollständige Absterben der Pflanzen verantwortlich gemacht werden kann. Im Fachhandel sind verschiedene schwefelhaltige Pflanzenbekämpfungsmittel erhältlich, die diese Krankheit bekämpfen können. In der ersten Phase dieser Krankheit kann die Lösung darin liegen, um kranke Zweige ganz einfach abzuschneiden. Danach sollten Ihre Schneidegeräte vollständig gereinigt werden, damit der Schimmel nicht auf gesunde Teile dieser Heckenpflanze übertragen werden kann.

weißer Belag ud zusammengerollte Blätter Mehltau

Ein weißer Belag und zusammengerollte Blätter: Mehltau

Mehltau ist eine Schimmelinfektion, die für viele Pflanzen zu einer echten Bedrohung werden kann. Das gilt auch für den Kirschlorbeer. Eine Kirschlorbeer-Hecke, die erst kürzlich mit Mehltau zu kämpfen hat, ist an dem weißen, puderförmigen Belag zu erkennen, die diese Schimmelkrankheit auf jungen Trieben hinterlässt. Bei warmen, feuchten Wetterbedingungen kann sich diese Schimmel-Sorte, die Mehltau auslöst, schnell verbreiten, vor allem wenn Regentropfen die Verbreitung beschleunigen. Wenn Sie dann nicht schnell genug reagieren, dann kann die Blattoberfläche sämtlicher Blätter Ihrer Hecke Auswölbungen bekommen, danach können sich die Blätter sogar zusammenrollen. Es entstehen dann auch Flecken auf den Blättern, die zuerst eine hellgrüne und später eine braune Farbe bekommen. Auch Zweige können von dieser Schimmelinfektion betroffen sein.

Zur Bekämpfung dieser Schimmelinfektion ist es wichtig zu wissen, dass die Schimmel-Sorten, die Ihre Kirschlorbeer-Hecke attackieren, nicht mit den Schimmel-Sorten des echten Mehltaus verwechselt werden sollten. Wir sprechen deshalb auch von einem falschen Mehltau. Das ist deshalb wichtig, weil die Pflanzenbekämpfungsmittel, die echten Mehltau bekämpfen können, bei einer Kirschlorbeer-Hecke nicht funktionieren, die mit falschem Mehltau zu kämpfen hat. Ganz am Anfang der Infektion ist es bereits ausreichend, um nur die betroffenen Blätter und Zweige zu entfernen, die dann jedoch nicht in Kontakt mit gesunden Pflanzenteilen kommen sollten. Wenn größere Flächen der Pflanze betroffen sind, dann empfehlen wir Ihnen, um Pflanzenbekämpfungsmittel zu verwenden, die den falschen Mehltau bekämpfen können. Zu stark angegriffene Pflanzen sollten jedoch durch neue Pflanzen ersetzt werden.

Genauso wie bei der Schrotschusskrankheit, so können auch bei dieser Krankheit präventive Maßnahmen getroffen werden. Ihre Kirschlorbeer-Hecke sollte auf einem gut durchlässigen Gartenboden wachsen. Außerdem sollten Kirschlorbeer-Hecken, die auf feuchten Böden wachsen, am Anfang des Jahres geschnitten werden. Im Laufe des Jahres sollten sie dann zusätzlich noch zweimal zurückgeschnitten werden.

Langsam absterbende Pflanzen: Wurzelfäule

Wurzelfäule kann ganz einfach festgestellt werden, während die Heilung oder das Vermeiden dieser Infizierung ausgesprochen schwierig ist. Das liegt daran, dass Wurzelfäule bereits dann entsteht, sobald die Pflanzen auf einen ungeeigneten Gartenboden gepflanzt werden. Auf einem Boden, der viel Staunässe hat oder nicht durchlässig genug ist, müssen die Wurzeln der Pflanzen lange unter Wasser wachsen. Das können die Wurzeln allerdings nur schlecht verkraften, deshalb fangen sie an zu faulen. Das führt schließlich dazu, dass die Pflanzen in Ihrem Garten vollständig absterben. Die einzige Lösung ist deshalb, um den Boden vor dem Pflanzen Ihrer Hecke zuerst gut durchlässig zu machen. Bei schweren, besonders kompakten Bodensorten kann das jedoch schwierig werden.

Das Pflanzen einer neuen Hecke ist in diesem Fall keine realistische Alternative, weil das Problem nichts mit den Pflanzen zu tun hat, sondern mit dem Gartenboden. Wenn Sie Ihre neue Kirschlorbeer-Hecke also wieder auf einen ungeeigneten Pflanzenboden pflanzen, dann werden die Pflanzen früher oder später erneut an Wurzelfäule erkranken und absterben. Dies ist übrigens ein Problem, das bei fast allen Heckenpflanzen vorkommt. Nur die Hainbuche, der Urweltmammutbaum und die Schlehe, die in unserem Sortiment zu finden sind, haben keine Probleme mit feuchten Gartenböden. Diese drei Pflanzen-Sorten haben auch alle wieder eine ganz andere Ausstrahlung als eine Kirschlorbeer-Hecke. Wurzelfäule sollte deshalb von vornherein vermieden werden, weil die Heilung fast unmöglich ist.

Bevor Sie die Pflanzen Ihrer Kirschlorbeer-Hecke in die Pflanzrinne pflanzen, sollten Sie den Gartenboden mit einer Aerifiziergabel belüften. Die Löcher, die mit dieser Gabel in den Boden gestochen werden, sollten Sie später mit Sand füllen, um die Drainage des Bodens zu verbessern. Über diese Löcher kann das überschüssige Wasser dann viel leichter versickern. Schwere, kompakte Bodensorten können zur besseren Drainage eventuell mit Sand vermischt werden. Bei besonders schweren Lehmböden empfehlen wir Ihnen, um andere Heckenpflanzen auszusuchen.

Ungeziefer in der Kirschlorbeer-Hecke

Insekten ernähren sich gerne von den Blättern der Kirschlorbeers und des Portugiesischen Kirschlorbeers. Diese Insekten hinterlassen Spuren auf den Blättern und auf anderen Pflanzenteilen. Blattläuse und Schildläuse hinterlassen zum Beispiel braune Flecken auf den Blättern, während Blattflöhe die Blattränder des Kirschlorbeers anfressen. Und dann gibt es auch noch den sogenannten Dickmaulrüssler, der auch als Eibenkäfer bekannt ist. Diese Schädlinge attackieren jedoch nicht nur die Eiben in Ihrem Garten. Auch der Dickmaulrüssler fängt beim Fressen der Blätter bei den Blatträndern an, während seine Larven noch viel gefährlicher sind. Die Larven ernähren sich nämlich hauptsächlich von den Wurzeln der Pflanzen. Sollten Sie diese Schädlinge also erst viel zu spät entdecken, dann ist es meistens schon zu spät und Ihre Pflanzen werden innerhalb kürzester Zeit absterben.

Wenn dieses Ungeziefer jedoch zeitig entdeckt wird, dann können Sie verschiedene, ganz spezielle Pflanzenbekämpfungsmittel kaufen, die gut geeignet sind. Fadenwürmer können den Dickmaulrüssler noch zusätzlich bekämpfen. Sie haben vielleicht kein gutes Gefühl dabei, um diese wurmartigen Kreaturen auf Ihre Kirschlorbeer-Hecke zu setzen. Sie brauchen sich jedoch keine Sorgen zu machen, weil es diese Würmer nur auf die Käfer und ihre Larven abgesehen haben: an den Pflanzen haben die Fadenwürmer deshalb kein Interesse. Schimmelhaltiger Kompost, die die Larven des Eibenkäfers töten, sind ebenfalls eine gute Option. Wenn Sie diesen Kompost mit Ihrem Gartenboden vermischen, dann kann dadurch auch die Qualität Ihre Bodens verbessert werden, was der Existenz Ihrer Kirschlorbeer-Hecke zugutekommt.

Allgemeine Tipps zur Krankheitsvermeidung einer Kirschlorbeer-Hecke

Auch ganz vorsichtige Gartenbesitzer, die jederzeit die besten Vorsorgemaßnahmen treffen, können in ihren Gärten mit solchen Pflanzenkrankheiten konfrontiert werden, auf die wir hier bereits etwas näher eingegangen sind. Deshalb ist es eine Tatsache, dass hochwertige Heckenpflanzen, die auf geeigneten Gartenböden wachsen, robuster und unempfindlicher sind, wenn es um Schimmel- oder Ungeziefer-Befall geht. Kirschlorbeer-Sorten, die in den Baumschulen ganz dicht nebeneinander wachsen und dadurch nicht genug Platz bekommen, um ein gesundes Wurzelsystem zu entwickeln, werden dadurch öfters mit Pflanzenkrankheiten konfrontiert werden als hochwertig gezüchtete Exemplare. Heckenpflanzendirekt.de arbeitet deshalb nur mit zuverlässigen Pflanzenzüchtern, die genau wissen, wie eine gesunde, besonders kräftige Kirschlorbeer-Hecke gezüchtet werden muss.

Ansonsten sollten Sie darauf achten, dass die Bedingungen im Garten ganz besonders gut zu Ihrer neuen Kirschlorbeer-Hecke passen. Zum Glück ist der Kirschlorbeer nicht besonders wählerisch, wenn es um die Umgebung geht, in der er wächst. Dadurch sind fast alle durchlässigen Bodensorten für den Kirschlorbeer gut geeignet, obwohl ein kalkhaltiger, untiefer Boden schon eher für Probleme sorgen kann. Zudem gibt es Zuchtformen, die ein viel stärkeres Abwehrsystem haben, wenn es um Schimmelkrankheiten geht, denken Sie hier zum Beispiel an den Kirschlorbeer 'Novita'.

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