Hainbuche oder Buche?

19. September 2018

Viele gehen davon aus, dass die Hainbuche und die Buche oder Rotbuche miteinander verwandt sind. Es ist allerdings auch nicht ganz einfach Hainbuchenhecken von Buchenhecken zu unterscheiden. Auch wenn sich beide Pflanzen hervorragend als Hecke eignen, gehören sie doch verschiedenen Familien an. Im Folgenden zeigen wir Ihnen die Unterschiede zwischen den Pflanzen, so dass Sie immer sofort sehen können, ob es sich um eine Hainbuchen- oder eine Buchenhecke handelt.

Die Rotbuche

Die Rotbuche wird, wenn sie wie eine Hecke geschnitten wird, als Buchenhecke bezeichnet. Die Rotbuche (Fagus sylvatica) hat grüne Blätter. Die Fagus sylvatica 'Atropurpurea' oder Blutbuche hingegen hat rote Blätter. Bei beiden haben die großen, glänzenden und glatten Blätter einen leicht gewellten Rand. Im Herbst verfärben sich die Blätter erst gelb bis orange und dann braun. Bis zum Frühjahr werden diese Blätter nicht abgeworfen. Dann erst werden die Blätter des Vorjahrs von neuen Trieben ersetzt. Diese Pflanzen gehören zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Die Hainbuche

Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und sind daher nicht mit der Rotbuche verwandt. Das lässt sich auch gut an den Blättern erkennen. Bei der Hainbuche haben die Blätter nämlich einen gezahnten Rand und ausgeprägte Adern. Auch werden die Blätter im Herbst gelb und fallen ab, so dass im Winter keine vertrockneten braunen Blätter zu sehen sind.

Ein Vorteil der Hainbuche ist, dass sie im Frühjahr früher als die Rotbuche wieder austreibt. Auch ist die Hainbuche weniger wählerisch, was den Boden angeht. Sie wächst auf fast allen Böden und selbst feuchtere Böden bereiten ihr keine Probleme.

Welche Buche soll man pflanzen?

Für feuchtere Standorte empfiehlt sich eine Hainbuche, die zu den laubabwerfenden Heckenpflanzen gehört. Ansonsten sind nur Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen von einer schönen Hecke ausschlaggebend. Beide Heckenpflanzen sind Klassiker und haben beide gleichermaßen einen schönen Platz in Ihrem Garten verdient. Entscheiden Sie selbst, welche Hecke für Sie in Frage kommt!

Wie pflanzt man eine Buchen- oder Hainbuchenhecke?

Beide Hecken werden auf die gleiche, unten beschriebene Weise gepflanzt:

Haben Sie wurzelnackte Pflanzen gekauft? Wenn Sie einzelne Heckenpflanzen in einer Reihe pflanzen wollen, dann graben Sie einen Graben, der etwa eine Schaufel tief und breit ist. Sie möchten lieber eine doppelte Reihe mit versetzten Pflanzen? Dann muss der Graben etwa 30 Zentimeter breit und tief sein. Setzen Sie die Pflanzen so, dass eine gleichmäßige Zickzacklinie entsteht. Danach geben Sie etwas „Rootgrow“ in das Pflanzloch. „Rootgrow“ ist ein Düngemittel mit aktiven Bodenpilzen, die die Pflanze zum Wurzeln braucht. Das ist die ideale Starthilfe, damit Ihre Pflanzen gut anwurzeln. Bevor Sie die Erde in den Pflanzgraben schütten, können Sie sie noch mit etwas Blumenerde anreichern. Bewässern Sie die neue Hecke sofort, nachdem Sie die Erde gut festgetreten haben. Klicken Sie auf Hainbuche pflanzen, wenn noch mehr erfahren wollen.

Sie wollen Pflanzen mit Wurzelballen oder im Topf als Hecke pflanzen? Dann ist die Vorgehensweise beim Pflanzen im Prinzip die gleiche. Graben Sie erst einen Pflanzgraben. Wie groß dieser sein muss, hängt natürlich vom Umfang des Wurzelballens oder Topfs ab. Machen Sie das Loch ein wenig größer, damit noch Platz für zusätzliche Blumenerde ist, die den Boden verbessert. Geben Sie die Mischung aus Erde und Blumenerde in das Pflanzloch und treten Sie sie fest. Die Wurzelballen sollten sofort gegossen werden, damit sie ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen, um gut wurzeln zu können. Sie können Ihre Heckenpflanzen aber auch in einem Pflanzenkübel wachsen lassen.

Wenn Sie der Pflanze rechtzeitig Wasser und Dünger geben, wird Sie Ihnen noch lange Zeit als schöne Hecke erhalten bleiben. Und sobald Ihre Hainbuchen-Hecke größer wird, dann ist das Schneiden einer Hainbuche nicht schwer.