Der Liguster ist eine Heckenpflanze, die schon seit sehr langer Zeit in unseren Gärten verwendet wird. Es ist eine schöne und robuste Pflanze mit kleinen, ovalen Blättern in hell- bis dunkelgrüner Farbe. Auch Blätter mit gelbem Rand sind möglich. Rund um die Wintergrünheit des Ligusters gibt es jedoch oft Fragen – und das ist auch verständlich. Ob der Liguster seine Blätter behält und damit wintergrün bleibt, unterscheidet sich nämlich je nach Sorte und auch von Winter zu Winter.
Welche Liguster sind wintergrün?
Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Ligusterarten:
- Ovalblättriger Liguster
- Goldliguster
- Gemeiner Liguster
- Wintergrüner Liguster 'Atrovirens'
Alle diese Liguster behalten bei einem normalen Winter ihre Blätter. Bei einem strengeren Winter verlieren der Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium) und der Gemeine Liguster (Ligustrum vulgare) jedoch fast alle Blätter. Der Goldliguster (Ligustrum ovalifolium 'Aureum') behält den größten Teil seiner Blätter; etwa die Hälfte fällt ab und die andere Hälfte bleibt an der Pflanze. Der Wintergrüne Liguster 'Atrovirens' (Ligustrum vulgare 'Atrovirens') behält selbst bei strengeren Wintern noch etwa 75 Prozent seiner Blätter. Damit ist er für unser Klima der am besten wintergrüne Liguster. Die Blätter können sich je nach Standort auch dunkelrot verfärben. Der Begriff „wintergrün“ passt daher nicht ganz – „blattbehaltend“ ist eine bessere Beschreibung. In einem wirklich strengen Winter kann sogar dieser Liguster seine Blätter verlieren. Auch dann müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen, denn nach einigen schönen Wochen im Frühjahr treibt er schnell wieder neu aus und bildet wieder frisches Laub.
Da Liguster also nicht immer zuverlässig ihre Blätter behalten, zählen wir diese Pflanzen bei Heckenpflanzendirekt zu den laubabwerfenden Heckenpflanzen. Wir können nämlich nicht garantieren, dass sie im Winter immer vollständig ihr Laub behalten. Nur wenn der Winter nicht zu kalt ist, bleiben die meisten Blätter an der Pflanze. Den Goldliguster und den Wintergrünen Liguster betrachten wir daher als halbimmergrün. Das bedeutet übrigens nicht, dass diese Pflanzen nicht winterhart sind. Wenn sie im Winter ihre Blätter verlieren, treiben sie im Frühjahr ganz normal wieder aus.
Was ist der beste Standort für Liguster?
Liguster ist nicht besonders anspruchsvoll, was den Standort betrifft. Sowohl an einem sonnigen Platz als auch im Halbschatten wächst er problemlos. Der Goldliguster steht gerne etwas heller; steht er zu dunkel, verliert er einen Teil seiner Farbe und wird grüner. Auch beim Boden ist Liguster sehr unkompliziert. Selbst auf eher mageren Sandböden wächst er problemlos weiter.
Wann sollte man Liguster schneiden?
Damit Ihre Ligusterhecke schön dicht und voll wird, empfehlen wir, sie zweimal im Jahr zu schneiden. Der erste Schnitt erfolgt am Ende des Frühjahrs, wenn der größte Wachstumsschub vorbei ist. Der zweite Schnitt findet am Ende des Sommers statt, damit die Ligusterhecke gepflegt und ordentlich in den Winter geht.
Eine Ligusterhecke ist eine schöne und recht pflegeleichte Hecke, vorausgesetzt sie wird regelmäßig geschnitten. Deshalb ist Liguster eine ideale Heckenpflanze für Gartenanfänger. Durch ihre dichte Verzweigung sind Ligusterhecken auch bei Vögeln sehr beliebt. Sie finden darin Schutz und oft auch einen Platz zum Nisten. Außerdem überrascht uns der Liguster am Ende des Frühjahrs mit Rispen aus cremeweißen, angenehm duftenden Blüten. Auch Schmetterlinge, die den Nektar aus den kleinen Röhrenblüten suchen, besuchen die Ligusterhecke gerne. Übrigens blüht Liguster nur dann, wenn er im Frühjahr nicht zu früh geschnitten wird.
Häufig gestellte Fragen zur Ligusterhecke
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