Buchsbaumkrankheiten

Cylindrocladium buxicosa nennt sich der Übeltäter, der für die allgemein bekannte Buchsbaumkrankheit verantwortlich ist. Diese Pilzkrankheit entsteht, wenn es draußen warm und feucht ist und leider ist der Buchsbaum, der in West-Europa als Heckenpflanze am meisten vorkommt, äußerst anfällig für diese Pilzkrankheit. Wenn Sie sehen, dass Ihre Buchsbaumhecke schwarze Äste und braune Blätter bekommt, dann wissen Sie eigentlich schon wie spät es ist. Der Buchsbaum ist nämlich eine immergrüne Heckenpflanze und sollte deswegen eine schöne, grüne Farbe haben. Wenn Sie nicht rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen gegen diese Buchsbaumkrankheit nehmen, besteht das Risiko, dass der schöne Buchsbaum völlig abstirbt. Wir informieren Sie gerne über die Maßnahmen, die Sie zur Bekämpfung dieser Buchsbaumkrankheit nehmen sollten, denn Buchsbaumpilz bekämpfen möchte doch jeder gerne. Falls Ihre Buchsbaumhecke infiziert ist, dann bedeutet das aber noch nicht automatisch das Ende Ihrer Hecke.

Pilzbefall beim Buchsbaum

Bevor die Buchsbaumkrankheit in den neunziger Jahren in Großbritannien aufflammte, dachten viele Leute, dass der Buchsbaum immun für Pflanzenkrankheiten war. Diese Annahme erwies sich jedoch als falsch, denn man sah, dass die Pilzkrankheit innerhalb weniger Tage zuschlagen konnte und der Buchsbaum vollständig von dieser Krankheit befallen wurde. Im Grunde genommen gibt es zwei aktive Pilzkrankheiten, und zwar Cylindrocladium buxicosa und Volutella buxi. Im ersten Fall sieht man braune oder schwarze Flecken auf den Blättern und schwarze Streifen auf den Ästen. Im zweiten Fall verblassen die Blätter. Schadpilze verbreiten sich oft durch Wind und Regen. Es kann aber auch sein, dass sie über Gartenwerkzeuge und Kleidung auf die Pflanze übertragen werden.

Buchsbaumkrankheiten bekämpfen

In manchen Fällen brauchen Sie schlichtweg nur die infizierten Äste und Blätter zu entfernen, damit Ihr Buchsbaum wieder gesund wird. In diesem Fall sollte Ihr Gartenwerkzeug und Ihre Bekleidung sowohl vor als nach dem Schneiden gründlich gereinigt werden. Die Äste sollten Sie direkt in eine Plastiktüte oder in den Biomüll-Container werfen, damit die gesunden Stellen Ihres Buchsbaumes nicht in Gefahr kommen. Dazu ist es aber wichtig, dass Sie die Pflanze mindestens vier- bis fünfmal pro Jahr mit einem Fungizid (Pilzbekämpfungsmittel) nachbehandeln. Die richtigen Fungiziden sind leider nicht einfach zu bekommen. Das Pilzbekämpfungsmittel sollte zudem sorgfältig auf jeden Teil des Buchsbaumes angebracht werden. Das ist aufgrund des dichten Blattstandes dieser Pflanzengattung keine leichte Aufgabe. Bitte lesen Sie auch den Abschnitt über Buchsbaumzünsler bekämpfen, wenn Sie mehr erfahren wollen.

Buchsbaumkrankheiten vorbeugen

Es ist nicht einfach, um vorbeugende Maßnahmen gegen den Buchsbaumpilz zu treffen. Deswegen raten wir Ihnen, um Ihre Buchsbaumhecke nur bei einem vertrauenswürdigen Züchter zu kaufen. Es kommt nämlich regelmäßig vor, dass Buchsbäume so dicht nebeneinander gezüchtet werden, dass sie keinen Spielraum mehr haben, um sich als kräftige und gesunde Pflanze zu entwickeln. Selbstverständlich arbeiten wir von Heckenpflanzendirekt.de nur mit Züchtern, die wissen wie man einen Buchsbaum richtig züchtet. Seien Sie übrigens vorsichtig beim Gießen dieser Pflanze. Vor allem während des Sommers und im Herbst sollten Sie aufpassen, denn Pilze fühlen sich in einer feuchten Umgebung äußerst wohl.

Falls Sie hundertprozentig sicher sein möchten, dass Ihre Hecke nicht von einer üblen Buchsbaumkrankheit oder von Buchsbaumraupen befallen wird, können Sie sich natürlich auch eine sichere Alternative aussuchen. Die japanische Stechpalme sieht dem Buchsbaum sehr ähnlich und ist dazu immun gegen diese Krankheiten, wirklich praktisch. Eine weitere Alternative zum Buchsbaum bilden die Taxus-Arten, oder auch Eiben genannt. Ihre Blätter sehen zwar anders aus, aber aufgrund des langsamen Wuchses eignen sie sich perfekt für den Formschnitt. Auch die Stechpalme oder der Liguster sind niedrige Heckenpflanzen, die einen guten Ersatz bieten.