Eine Hainbuche schneiden ist nicht schwer

9. Juli 2018

Wenn es um die Hainbuche geht, dann gibt es meistens auch etwas Verwirrung. Das liegt natürlich an dem Namen dieser Pflanze. Die Hainbuche (auf Lateinisch: Carpinus betulus) gehört nämlich nicht zur Familie der Rotbuchen (auf Lateinisch: Fagus sylvatica), aber die Hainbuche ähnelt der Rotbuche trotzdem sehr stark, vor allem vom Aussehen her. Hainbuchen können Staunässe jedoch viel besser verkraften als Rotbuchen. Wenn es also in einem Garten um einen Bodentyp gehen sollte, der in der Regel viel Feuchtigkeit festhalten kann, dann ist das Pflanzen einer Hainbuche eine bessere Option. Wenn die Hainbuche dann erst einmal in Ihrem Gartenboden wächst, dann ist es an der Zeit, um das Schneiden der Hainbuche zu erledigen. Die Hainbuche ist eine unkomplizierte Heckenpflanze, wenn es um die Pflege geht. Eigentlich sind Hainbuchen ganz besonders einfache Heckenpflanzen, aber wenn Sie besonders gute Resultate erreichen wollen, dann sollten Sie Hainbuchen einmal pro Jahr schneiden. Dies trifft natürlich auch für viele andere, laubabwerfende Heckenpflanzen zu, Sie können hier beispielsweise auch an Berberitzen oder Hortensien denken, die mit einem Rückschnitt pro Jahr ebenfalls gut auskommen.

Wann eine Hainbuche geschnitten werden sollte

Die Hainbuche ist besonders schnittfest, deshalb kann sie sich auch nach einem radikalen Rückschnitt meistens wieder schnell erholen. Mit einem Wachstum von 20 bis 40 Zentimetern pro Jahr wächst die Hainbuche jedoch etwas langsamer als eine richtige Rotbuchen-Hecke, deshalb ist es völlig ausreichend, wenn Sie Ihre Hainbuchen-Hecke einmal pro Jahr schneiden. Dieser Schnitt sollte am Anfang des Frühlings oder am Ende des Sommers stattfinden, weil die Hainbuche zu dieser Zeit immer noch Wachstumsschübe bekommt und sich deshalb dann auch einfacher von Rückschnitten erholen kann. Sollten Sie eine eher formelle Hainbuchen-Hecke bevorzugen, dann können Sie Ihre Hecke auch am Anfang des Frühlings und am Ende des Sommers schneiden, aber als informelle Variante sieht die Hainbuche eigentlich auch ganz charmant aus. Wollen Sie die Hainbuche im Sommer, wenn ihre Blätter noch an den Zweigen hängen, als Privacy-Hecke verwenden? Warten Sie dann mit dem Schneiden bis Ihre Hecke ungefähr die Augenhöhe erreicht hat. Die gilt übrigens auch für Rotbuchen-Hecken oder Blutbuchen-Hecken.

Wie Sie das Schneiden einer Hainbuche angehen sollten

Obwohl eine Hainbuche ihre Blätter verliert, können diese Heckenpflanzen auch im Herbst und Winter viel Privacy im Garten ermöglichen. Eine Hainbuche wird auch genau an der Stelle stark verzweigen, an der Sie sie gerade zurückgeschnitten haben. Mehrere Rückschnitte führen dann zwangsläufig zu einer stärker, verzweigten Hecke. Dadurch kann man viel schwerer durch die Hecke hindurchgucken. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie die obere Hälfte der Hecke stärker zurückschneiden sollten als die untere Hälfte der Hecke, sodass das Sonnenlicht die Hecke gleichmäßiger erreichen kann. Die Hainbuche wird beim Wachsen den Unterschied in der Breite dann schon von ganz alleine wieder ausgleichen. Verwenden Sie scharfe Geräte zum Schneiden Ihrer Hecke, damit die kleinen Schnittwunden auch wieder schneller und einfacher verheilen können. Für Sie ist das Schneiden Ihrer Hecke mit scharfen Heckenscheren natürlich auch bedeutend leichter. Sollten Sie Rotbuchen oder Blutbuchen im Garten haben, dann erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihre Rotbuchen- oder Blutbuchen-Hecke schneiden sollten.

Passen Sie gut auf das Wetter auf

Achten Sie beim Schneiden Ihrer Hecken nicht nur auf die Schnitt-Saison, sondern auch auf das Wetter. Wenn Sie Ihre Hecke bei Frost oder in der prallen Sonne schneiden, dann werden Ihre Heckenpflanzen dadurch mit Sicherheit einen Schaden davontragen. Warten Sie deshalb lieber auf einen bewölkten Tag, an dem es gerade geregnet hat. Wenn Sie eine Buchenhecke schneiden wollen, dann ist das nämlich nach einem Regenschauer gleich viel einfacher. Sie können Ihre Hecke vor einem Schnitt natürlich auch mit Wasser besprühen. Bei der Hainbuche brauchen Sie sich keine Sorgen darüber zu machen, dass die Pflanze womöglich zu nass wird, denn Hainbuchen mögen Wasser. Aber bevor Sie eine Buchen-Hecke schneiden können, sollten Sie zuerst mehr erfahren über das Pflanzen einer Buchen-Hecke.