Im Allgemeinen gibt es nur wenige Probleme mit der Eibe. Diese sehr robuste Heckenpflanze kann sehr alt werden. Die ältesten dokumentierten Eiben stammen sogar aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung. Die Eibe ist im Vergleich zu manchen anderen Koniferenarten nicht besonders anfällig für Pilzkrankheiten und Schädlinge. Trotzdem kann es vorkommen, dass Ihre schöne, immergrüne Eibenhecke plötzlich braune Stellen zeigt. Wir erklären Ihnen gerne, warum Ihre Eibenhecke braun wird – und vor allem, was Sie dagegen tun können.

Braune Eibe durch zu nassen Boden
Es gibt eine Sache, die die Eibe schlecht verträgt: einen zu nassen Boden. Steht Ihre Eibenhecke über längere Zeit zu feucht, kann sie braun werden und schließlich absterben. Wenn Sie sicher sind, dass Ihre Eibe wegen Staunässe braun wird, können Sie den Boden drainieren. Das machen Sie, indem Sie ein Drainagerohr unter der Hecke eingraben. Gehen Sie dabei vorsichtig vor. Die Wurzeln dürfen nicht beschädigt werden. Sie können auch einen Gartenprofi beauftragen, ein Drainagesystem anzulegen. Dann klappt es zuverlässig.
Bevor Sie diese Lösung umsetzen, prüfen Sie bitte zuerst, ob Ihre Eibenhecke noch zu retten ist. Ist sie durch den nassen Boden bereits vollständig abgestorben, ist es meist zu spät. Dann räumen Sie die Pflanzen besser ab, drainieren zuerst den Boden und pflanzen anschließend eine neue Eibenhecke. Da die Eibe langsam wächst, können Sie in diesem Fall auch eine fertige Eibenhecke pflanzen. Möchten Sie kein komplexes Drainagesystem im Garten? Dann stechen Sie vor dem Pflanzen einige tiefe Löcher in den Pflanzgraben. So vermeiden Sie neue Probleme mit zu nassen Wurzeln.
Möchten Sie lieber keine Eibe mehr pflanzen, weil Sie Angst haben, dass das Problem wiederkommt? Dann wählen Sie eine Hecke, die nasse Böden besser verträgt als die Eibe. Die Ölweide, die Hainbuche und die Sumpfzypresse eignen sich dafür sehr gut.
Der richtige Boden für die Eibe
Die Eibe mag einen humusreichen, gut durchlässigen Boden, der auch etwas Kalk und Magnesium enthält. Grundsätzlich kann sie auch auf anderen Bodenarten wachsen. Trotzdem können mit der Zeit Probleme entstehen, wenn Ihre Eibenhecke nicht im passenden Boden steht. Ihre Eibe kann zum Beispiel durch Kalkmangel im Boden braun werden. Fehlt Kalk, entwickeln sich die Wurzeln oft nicht optimal. Deshalb ist es keine schlechte Idee, Ihre Eibenhecke neben einer guten Grunddüngung jedes Jahr auch zu kalken.
Sind Sie nicht sicher, auf welchem Boden Ihre Eibenhecke steht? Dann hilft eine Bodenanalyse. Gerade wenn Ihre Eibe braun wird, sollten Sie die Ursache finden. Nur so wählen Sie die richtige Lösung. Eine umfassende Analyse kann jedoch teuer sein. Es gibt verschiedene Anbieter, bei denen Sie so eine Untersuchung machen lassen können. Meist schicken Sie eine Bodenprobe an ein Labor. Im Gartencenter finden Sie auch günstige Bodentests, diese messen aber oft nur den pH-Wert. Bei Problemen mit Ihrer Eibenhecke reicht das nicht immer aus.

Dickmaulrüssler bekämpfen
Die effektivste Methode, den Dickmaulrüssler zu bekämpfen, sind Nematoden. Erwachsene Dickmaulrüssler können Sie mit einer sogenannten Nematodenfalle fangen. Diese Methode ist außerdem schonend für Mensch und Umwelt. Es gibt auch Kompost, dem ein Pilz zugesetzt ist, der Dickmaulrüssler abtötet. Außerdem finden Sie in Gartencentern und Onlineshops verschiedene chemische Mittel. Zum Glück lässt sich der Dickmaulrüssler in der Regel gut bekämpfen – im Gegensatz zum Buchsbaumzünsler, der in Buchshecken als Schädling auftritt.
Wenn Teile Ihrer Eibenhecke durch Schäden des Dickmaulrüsslers abgestorben sind, können Sie diese einfach durch fertige Hecken-Elemente ersetzen. Das sind gesunde, ausgewachsene Heckenstücke, die Sie nach dem Entfernen der beschädigten Pflanzen einsetzen. Bei Heckenpflanzendirekt finden Sie verschiedene Fertighecken zu attraktiven Preisen. So steht schon bald wieder eine starke und gesunde Eibenhecke in Ihrem Garten.
Probleme mit dem Dickmaulrüssler
Eine weitere Ursache, warum Ihre Eibenhecke braun werden kann, sind Probleme mit dem Dickmaulrüssler. Dieser Schädling kann Ihre schöne Hecke stark beschädigen. Auf zwei Wegen können die Tiere in Ihren Garten kommen. Oft stecken sie bereits in Topfpflanzen, wenn Sie Eiben kaufen. Dann pflanzen Sie die Hecke samt Schädlingen ein. Das vermeiden Sie, indem Sie bei einer guten Baumschule kaufen. Wir arbeiten zum Beispiel nur mit sehr erfahrenen Betrieben zusammen, die sich seit Jahren mit Eiben auskennen. Unsere Züchter wissen genau, was die Eibe braucht, um sich zu der gesunden und robusten Pflanze zu entwickeln, die sie sein kann. Und wir sagen es immer wieder: Die Basis für gesunde Pflanzen entsteht bereits in der Baumschule.
Eine zweite Möglichkeit: Ihre Nachbarn haben Dickmaulrüssler. Der Dickmaulrüssler ist ein Schädling. Er verbreitet sich zwar nur zu Fuß, kann aber leicht in nahegelegene Gärten wandern. Jetzt wissen Sie, wie der Dickmaulrüssler zu Ihnen kommt. Als Nächstes geht es darum, wie Sie ihn loswerden. Der Käfer hält sich vor allem im Boden bei den Wurzeln auf. Dort fressen die Larven so stark, dass Ihre Eibenhecke von innen nach außen abstirbt. Außerdem legt der Käfer hunderte Eier in den Boden, direkt an den Wurzeln der Hecke.
Häufig gestellte Fragen zur Eibehecke
Haben Sie eine Frage zur Eibehecke? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen. Klicken Sie auf eine Frage und gelangen Sie direkt zur ausführlichen Erklärung.
- Die Eibe vor Trockenheit schützen
- Standorte und Bodenarten für die Eibe
- Die Pflege der Eibe
- Giftige Gartenpflanzen: die Eibe
- Krankheiten und Schädlinge bei der Eibe
- Die Eibe als Buchsbaum-Ersatz
- Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Eibenarten?
- Was kostet eine Eibenhecke?
- Wie schnell wächst die Eibe?
- Die heilende Wirkung der Eibe
- Eibe schneiden
- Wann kann ich eine Eibe pflanzen?
- Zu welchem Gartenstil passen Eiben?
- Eibenschnitt sammeln
- Eibenhecke ohne Beeren
- Warum wird meine Eibenhecke braun?