Naturalisierte Heckenpflanzen

Naturalisierte Heckenpflanzen Bambus

Naturalisierte Heckenpflanzen

Naturalisierte Heckenpflanzen kommen nicht aus Westeuropa, aber trotzdem sind sie in unserer Natur zu finden. Sie können gut mit unserem Klima umgehen, deshalb können sie in unseren Regionen auch problemlos überleben. Viel wichtiger ist aber, dass sie sich hier auch ohne menschliche Hilfe vermehren können. Für Ihren Garten haben naturalisierte Heckenpflanzen also viele Vorteile, die einheimische Heckenpflanzen natürlich auch haben.

Wie kommen naturalisierte Heckenpflanzen zu uns?

Bei manchen, beliebten Heckenpflanzen, die für westeuropäische Gärten geeignet sind, handelt es sich um nicht-einheimische Sorten, die hier naturalisiert werden. Das ist kein Zufall, denn viele naturalisierte Heckenpflanzen kamen ursprünglich als Zierpflanzen nach Europa. Es gibt deshalb blühende oder auch immergrüne Heckenpflanzen, die ursprünglich nicht aus unseren Regionen kommen. Wenn sie jedoch aus Gebieten kommen, die mit unseren Klima-Bedingungen vergleichbar sind, dann ist die Chance groß, dass sie auch hier gut wachsen. In der europäischen Natur sind mittlerweile mehr als viertausend nicht-einheimische Heckenpflanzen zu finden. Europa ist der zweitgrößte Kontinent, wenn es um naturalisierte Heckenpflanzen geht. Nordamerika hat jedoch um die sechstausend nicht-einheimische Heckenpflanzen.

Naturalisierte Pflanzen haben teilweise eine negative Reputation, weil sie fälschlicherweise mit invasiven Exoten in Verbindung gebracht werden. Das sind Pflanzen-Sorten, die nicht-einheimisch sind und so stark in unserer Natur vertreten sind, dass einheimische Pflanzen immer öfter verdrängt werden. Das ist jedoch nicht bei allen nicht-einheimischen Pflanzen der Fall. Der Bambus ist beispielsweise dafür bekannt, dass er wuchert und einheimischen Pflanzen deshalb gerne im Wege ist. Aber nicht alle Bambus-Sorten wuchern. Unsere Bambus-Hecken, unsere sogenannten Fargesia-Sorten, wuchern jedoch nicht. Der einheimische Efeu (Hedera) ist hingegen bekannt dafür, dass er gerne über andere Pflanzen hinweg wächst.

Wenn Sie also die naturalisierten Heckenpflanzen aus unserem Sortiment in einen passenden Gartenboden und an einen passenden Standort pflanzen, dann brauchen Sie sich um Ihren Garten wirklich keine Sorgen zu machen. Aber welche naturalisierten Heckenpflanzen sind gut für Ihren Garten geeignet? Wir haben die wichtigsten Sorten für Sie zusammengefasst.

Kirschlorbeer: zierlich und stark, auch in Europa

Der Kirschlorbeer: zierlich und stark, auch in Europa

Der Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) oder die Lorbeerkirsche, gehört zu den am meisten verkauften Heckenpflanzen aus unserem Sortiment. Das hat natürlich seine guten Gründe. Diese Pflanze hat wunderbare, große Blätter, die an der Oberseite glänzen, wodurch der Kirschlorbeer eine andere Ausstrahlung hat als viele andere, immergrüne Heckenpflanzen. Der Kirschlorbeer kommt ursprünglich aus der Kaukasus-Region, also aus dem Südosten Europas und aus dem Südwesten Asiens. Dort ist es wärmer und trockener als hier. Weil es sich bei dem Kirschlorbeer jedoch um eine kräftige, pflegeleichte Pflanze handelt, kommt er auch bei uns gut zurecht. Außerordentlich nasse Frühlingsperioden oder besonders trockene Sommerperioden kann er deshalb problemlos überstehen.

Alle Kirschlorbeer-Hecken, die wir zum Verkauf anbieten, sind Zuchtformen, die auf den westeuropäischen, naturalisierten Prunus laurocerasus zurückzuführen sind. Wenn Sie Ihrer Kirschlorbeer-Hecke also einen gut durchlässigen Gartenboden geben, dann wird auch in Ihrem Garten schon schnell eine hübsche, immergrüne Hecke wachsen. Kirschlorbeer-Sorten, wie der beliebte Kirschlorbeer 'Rotundifolia', der schmal wachsende Kirschlorbeer 'Genolia'® und der ausgesprochen robuste Kirschlorbeer 'Novita', können auch so hoch wachsen, dass sie gut als Privacy-Hecke verwendet werden können. Aber auch die kleineren Sorten, denken Sie hier an den Kirschlorbeer 'Otto Luyken' und an den Kirschlorbeer 'Zabeliana' haben eine charmante Ausstrahlung. Der blühende Kirschlorbeer 'Herbergii' ist übrigens ganz besonders auffallend.

Thuja ist eine naturalisierte Konifere

Die Thuja ist eine naturalisierte Konifere

Unser Sortiment besteht aus nicht-einheimischen Koniferen, die Eibe ist jedoch eine Ausnahme. Die Thuja kommt nämlich aus Nordamerika, aber es gibt auch Thuja-Sorten, die heutzutage bei uns als Wildpflanzen wachsen. Die Thuja wurde ursprünglich von dem Entdeckungsreisenden Jacques Cartier von Kanada nach Europa gebracht. Wir sprechen hier im Besonderen von der Thuja occidentalis oder vom Abendländischen Lebensbaum. Die Thuja 'Brabant' und die Thuja 'Smaragd' sind Zuchtformen der Thuja occidentalis, die heutzutage nur noch an der Ostküste Nordamerikas als Wildpflanze zu finden ist. Das ursprüngliche Vegetationsgebiet der Thuja plicata liegt übrigens an der gegenüberliegenden Küste, die Amerika und Kanada miteinander verbindet.

Die Thuja plicata oder Riesen-Lebensbaum wächst heutzutage auch in unserer westeuropäischen Natur. Die Thuja 'Martin', 'Excelsa' und 'Atrovirens' sind Zuchtformen der Thuja plicata. Es gibt jedoch kleine Unterschiede zwischen diesen Sorten, die Ihre Auswahl beeinflussen können. So kann die Thuja 'Atrovirens' Temperaturen bis zu -25°C noch gut verkraften, wodurch sie etwas winterfester ist als andere Sorten. Die Verzweigung der Thuja 'Excelsa' ist viel kompakter, was besonders für die Privacy im Garten interessant sein kann. Obwohl die Thuja 'Brabant' und die Thuja 'Smaragd' bei uns keine Wildpflanzen sind, haben sie fast die gleichen Anforderungen: ein gut durchlässiger Boden und zwei bis drei Rückschnitte pro Jahr.

Wenn Sie Ihre Thujen gut pflegen, und wenn Sie sich gut um Ihre Thuja-Hecke kümmern, dann ist eine Thuja-Hecke eine ausgesprochen hübsche, pflegeleichte Option für Ihren Garten.

Blühende, naturalisierte Heckenpflanzen

Blühende, naturalisierte Heckenpflanzen

Es gibt also viele blühende Heckenpflanzen, die nicht-einheimisch sind, die in unseren Regionen aber trotzdem gut wachsen. Die Apfelrose oder auch Kartoffelrose (Rosa rugosa) kommt natürlich aus Europa, aber sie wächst in vielen Teilen Europas auch als Wildpflanze. Aber auch der kräftige Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) kommt ursprünglich aus China und Japan, trotzdem kann auch dieser Strauch gut als Wildpflanze in Europa überleben. Beide Sorten sind in einigen Regionen sogar dafür bekannt, dass sie invasiv sind. Wenn Sie diese Heckenpflanzen jedoch jedes Jahr nach der Blüte zurückschneiden, dann ist das weiter kein Problem.

Vielleicht haben Sie bereits erkannt, dass viele blühende Heckenpflanzen-Sorten ursprünglich aus Ostasien kommen, weil das Wetter in Ostasien gut mit unserem Wetter zu vergleichen ist. Der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) war nicht so lange unterwegs, denn er kommt aus der nähergelegenen Balkan-Region. Aber auch in unseren Teilen Europas kommt er als Wildpflanze vor.