Koniferen bis ins alte Holz schneiden

6. September 2018

Koniferen sind oft verwendete Pflanzen, wenn man Hecken anlegen will. Die Tatsache, dass sie zügig wachsen, immergrün und schnell, blickdichte Privat-Hecken bilden, hat diese Popularität verursacht. Außerdem handelt es sich dann auch oft um relativ preiswerte Pflanzen, deshalb fällt die Wahl dann auch schnell auf eine Konifere. Sie sollten jedoch regelmäßig geschnitten werden. Wir erklären Ihnen jetzt weshalb es keine gute Idee ist, um Koniferen bis ins alte Holz zu schneiden.

Das Schneiden einer Koniferen-Hecke

Natürlich ist die Pflege von Koniferen wichtig. Deshalte sollten Sie eine Koniferen-Hecke zweimal bis viermal pro Jahr schneiden, abhängig aus welcher Koniferen-Sorte die Hecke besteht. Schneiden Sie Ihre Koniferen mindestens einmal am Ende des Frühjahrs und dann noch einmal am Ende des Sommers. Manche Koniferen-Sorten sollten zwischen diesen beiden Schnittmomenten noch einmal oder zweimal geschnitten werden. Schneiden Sie Ihre Koniferen lieber nicht an heißen Tagen, denn dann können Verbrennungen an den kleinen Schnittstellen auftreten.

Außerdem ist es wichtig, um nur bis zum grünen Teil der Konifere zurückzuschneiden, also bis dahin und nicht weiter. Wenn Sie bis in die braunen Teile der Pflanze schneiden, also bis ins alte Holz, dann können Löcher entstehen. Davon wird sich eine Konifere auch kaum noch erholen können. Deshalb sollten Koniferen öfters pro Jahr geschnitten werden als andere Heckenpflanzen, Sie sollten damit bereits anfangen noch bevor die Pflanzen zu breit und hoch werden. Wenn Sie nämlich mit dem Zurückschneiden zu lange warten, dann müssen Sie auf einem viel zu tiefen Niveau innerhalb der Pflanze Rückschnitte vornehmen, die dann zu Löchern in der Hecke führen werden. Vermeiden Sie also, um zu hohe Koniferen schneiden zu müssen.

Warum kann ich eine Konifere nicht bis ins alte Holz schneiden?

Nachdem Sie Ihre Koniferen gepflanzt haben, sollten Sie sie natürlich pflegen und dann auch regelmäßig schneiden. Die meisten Pflanzen haben über den Stamm und die Zweige verteilt sogenannte ‘schlafende Knospen‘. Diese führen ein schlummerndes Dasein und treiben erst dann aus, wenn sie an das Tageslicht treten. Durch das Abbrechen von Zweigen, durch das Anknabbern von Pflanzenteilen durch Tiere oder nach einem Waldbrand kann dies dann beispielsweise auftreten. Wenn man also diese schlafenden Knospen aufweckt und zum Austreiben anregt, dann kann sich die Pflanze auf diese Art und Weise erholen und wieder neu austreiben.

Leider haben Koniferen, wie die Eiben oder die Lebensbäume, keine oder nur wenige, schlafende Knospen. Sie haben also kaum die Möglichkeit, um auf diese Weise eventuelle Löcher in der Pflanze auszugleichen. Wenn Sie eine Konifere bis ins alte Holz schneiden, dann hat eine Konifere also keine Möglichkeit mehr, um vom Stamm heraus noch auszutreiben. Rückschnitte bis ins alte Holz sollten deshalb auch vermieden werden, außer wenn Sie eine Konifere vom Stamm heraus züchten wollen.

Wichtige Tipps zum Schneiden von Koniferen

Fangen Sie also zeitig mit dem Zurückschneiden einer Koniferen-Hecke an. Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Hecke breit oder sogar bereits zu breit ist, sondern fangen Sie schon mit dem Schneiden an, wenn Ihre Hecke noch nicht breit genug ist. Dadurch wird sie schneller kompakt und Sie haben bei Ihrer Koniferen-Hecke, die aus gemeinen Fichten oder aus Scheinzypressen bestehen könnte, den Wuchs in die Breite dann auch gleich viel besser unter Kontrolle.

Wenn Sie eine Hecke gepflanzt haben, dann sollte sie natürlich auch in die Höhe wachsen. Erlauben Sie Ihrer Hecke, um zuerst auf die von Ihnen gewünschte Höhe zu wachsen und stutzen Sie dann erst die Höhe Ihrer Koniferen-Hecke. Wenn Sie in dieser Hinsicht zu früh schneiden, dann wird es noch viel länger dauern bis Ihre Hecke die gewünschte Höhe erreichen wird. Sobald nämlich die Koniferen-Spitzen geschnitten werden, können Koniferen-Hecken nicht mehr so schnell in die Höhe wachsen als vorher. Sie wachsen dann viel eher in die Breite als in die Höhe.

Verwenden Sie für die Rückschnitte nur gute, scharfe Geräte, damit die kleinen Schnittwunden so glatt und sauber wie möglich sind. Sie fallen dann in der Hecke kaum noch auf. Schneiden Sie die Hecke immer in einer fließenden Bewegung, und zwar von unten nach oben. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Sie zu tief schneiden. Und zu guter Letzt: schneiden Sie bedachtsam. Machen Sie das nicht alleine, sondern zu zweit, auch wenn es um Ihre eigene Sicherheit geht. Verwenden Sie außerdem nur ordentliche Geräte: also nicht nur eine gute Heckenschere, sondern beispielsweise auch eine stabile Leiter.

Eine hübsche Koniferen-Hecke aus japanischen Lärchen kann dann beispielsweise relativ einfach im Garten wachsen, wenn Sie die obengenannten Tipps beherzigen. Es handelt sich dann zwar um viel Arbeit, aber bei guten Resultaten im Garten macht die Gartenarbeit auch gleich viel mehr Spaß. Und nach getaner Arbeit kann man sich an einer wunderschönen Koniferen-Hecke besonders erfreuen.