Der Unterschied zwischen Laubbäumen und Koniferen ist für die meisten Menschen gut erkennbar. Die großen Blätter von Pflanzen wie der Kirschlorbeer oder der Buche sehen ganz anders aus als eine durchschnittliche Koniferenhecke. Aber wussten Sie, dass es auch zwischen den einzelnen Koniferenarten große Unterschiede gibt? Besonders die Unterschiede zwischen Nadelkoniferen und Schuppen-Koniferen können deutlich sein. Das beeinflusst nicht nur das Aussehen Ihrer Hecke, sondern auch, wie Sie Ihre Koniferenhecke pflegen sollten. Die folgenden Unterschiede sind auf jeden Fall wichtig, wenn Sie die richtige Koniferenhecke auswählen.
Zuerst die Gemeinsamkeiten zwischen den Koniferenarten
Natürlich würden Nadelkoniferen und Schuppen-Koniferen bei uns nicht in derselben Kategorie stehen, wenn sie keine Gemeinsamkeiten hätten. Die wichtigste Gemeinsamkeit bei Koniferen als Heckenpflanzen ist, dass eine Koniferenhecke meist formeller wirkt als eine Hecke aus Laubbäumen. Es gibt Ausnahmen, wie den Buchsbaum und Buchsbaum-Alternativen wie die Japanische Stechpalme, die deutlich kleinere Blätter als üblich haben. Trotzdem entscheiden sich die meisten Gartenbesitzer für eine formelle immergrüne Hecke aus Koniferen. Weil die Blätter dieser Arten aus kleinen Schuppen oder Nadeln bestehen, ragt nach dem Schneiden kaum ein großes Blatt aus der Hecke heraus.
Außerdem vertragen Koniferen im Allgemeinen sehr schlecht nassen Boden. Das ist grundsätzlich für keine Hecke ideal, aber Koniferen reagieren noch empfindlicher auf Staunässe als viele andere Heckenpflanzen. Die meisten Koniferen in unserem Sortiment sind zudem wintergrün. Das ist praktisch, denn eine Hecke wirkt deutlich formeller, wenn sie das ganze Jahr über grün bleibt. Die Japanische Lärche (Larix kaempferi) und der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) sind die einzigen Koniferen in unserem Sortiment, die ihre Nadeln verlieren. Der Urweltmammutbaum ist übrigens auch die einzige Koniferenart, die nassen Boden gut verträgt, weil sie in der Natur daran angepasst ist.
Unterschiede bei der Pflege
Der wichtigste Unterschied zwischen Nadelkoniferen und Schuppen-Koniferen liegt darin, wie Sie sie schneiden. Schuppen-Koniferen müssen jedes Jahr häufiger geschnitten werden als Nadelkoniferen wie die Eibe. Die Eibe ist allerdings eine besondere Koniferenart. Zum einen wächst sie deutlich langsamer als andere Koniferen. Noch wichtiger ist aber, dass die Eibe auch aus altem Holz wieder austreibt. Das liegt daran, dass die Eibe als eine der wenigen Koniferenarten schlafende Knospen im alten Holz besitzt. Wenn Sie die Zweige schneiden, die diese Knospen bedecken, fällt wieder Sonnenlicht darauf und die Knospen treiben erneut aus.
Deshalb ist eine Eibenhecke die einzige Koniferenhecke, die Sie stark verjüngen können, wenn sie zu groß geworden ist. Bei einer Schuppen-Konifere funktioniert das nicht ohne kahle oder trockene Stellen in der Hecke zu riskieren. Darum empfiehlt es sich, eine Schuppen-Koniferenhecke mindestens zweimal im Jahr zu schneiden. Schneiden Sie dabei die neuen Triebe zurück, die aus der Hecke herauswachsen. Schneiden Sie nicht weiter als bis zum grünen Teil der Zweige, sonst treiben sie nicht mehr aus. Eine Eibenhecke müssen Sie in der Regel nur einmal im Jahr schneiden. Viele Gärtner schneiden sie jedoch im September ein zweites Mal, damit die Hecke besonders dicht und ordentlich bleibt.
Wie oft Sie eine Schuppen-Konifere genau schneiden müssen, hängt von der Art ab, die in Ihrem Garten wächst. Eine Thuja oder eine Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) wächst pro Jahr etwa 30 Zentimeter. Zwei Schnitte im Jahr sind daher meistens ausreichend. Die Leyland-Zypresse wächst dagegen sehr schnell. Deshalb kann es nötig sein, eine Leyland-Zypressenhecke drei- bis viermal pro Jahr zu schneiden. Eine Thuja lässt sich übrigens besonders gut zurückschneiden. So kann eine Thujahecke relativ schmal bleiben und passt auch gut in kleinere Gärten.
Unterschiede in der Gartengestaltung
Beim Aussehen Ihrer Hecke gibt es zwischen Schuppen-Koniferen und Nadelkoniferen nicht sehr große Unterschiede. Das Ergebnis ist fast immer eine gerade Hecke, die aus einiger Entfernung wie ein durchgehender grüner Block wirkt. Die Unterschiede liegen eher in der Anwendung. Viele unserer Kunden wählen eine Schuppen-Koniferenhecke, wenn sie relativ schnell eine Sichtschutzhecke im Garten haben möchten. Mit der Eibe ist eine Sichtschutzhecke ebenfalls möglich, aber es dauert deutlich länger – es sei denn, Sie pflanzen eine fertige Eibenhecke.
Für eine niedrige Hecke im Vorgarten ist die Eibe dagegen ideal. Eine Schuppen-Koniferenhecke lässt sich wegen ihres schnellen Wachstums kaum so niedrig halten. Für einen kinderfreundlichen Garten empfehlen wir außerdem eher eine Schuppen-Koniferenhecke. Die Nadeln der Eibe sind zwar weniger schmerzhaft als die Dornen von Schlehe, Weißdorn oder Feuerdorn, können aber trotzdem unangenehm sein. Außerdem bildet eine Eibenhecke rote Beeren, die zwar appetitlich aussehen, deren Kerne jedoch stark giftig sind. Eine Thujahecke ist dann meist die bessere Wahl. An der Thuja wachsen trockene Zapfen, die kleine Kinder normalerweise nicht in den Mund stecken. Das weiche Laub kann zwar leichte Hautreizungen verursachen, ist aber meist deutlich weniger schmerzhaft für Kinder.
Nadelkoniferen und Schuppen-Koniferen online kaufen
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Häufig gestellte Fragen zur Koniferenhecke
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