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Wann keine Koniferen?

Koniferen passen eigentlich zu jedem Garten. Es gibt jedoch Bedingungen, die für Koniferen ganz und gar nicht geeignet sind. Erfreulicherweise gibt es viele Alternativen.

Die unterschiedlichsten Koniferen gehören zu den Heckenpflanzen, die in Europa am häufigsten verwendet werden. Das liegt vor allem daran, dass der Wuchs einer Konifere ganz besonders gut als hübsche, gerade Hecke geeignet ist. Koniferen sind jedoch nicht immer die beste Option für einen Garten. Denken Sie dabei an den Gartenboden, der in bestimmten Fällen absolut ungeeignet für eine Koniferenhecke ist. Vielleicht sind Sie auch auf der Suche nach anderen Pflanzen, die Ihren Wünschen viel besser entsprechen. Hier erfahren Sie wann Koniferen besser nicht im Garten verwendet werden sollten und welche Heckenpflanzen dann am besten als Koniferen-Ersatz dienen können.

Nasse Böden im Garten

Koniferen können viel verkraften, aber mit nassen Böden haben sie ein großes Problem. Koniferen brauchen natürlich Wasser, um zu wachsen und zu überleben, genauso wie andere Heckenpflanzen. Sie sind jedoch übermäßig anfällig, wenn es um zu nasse Böden geht. Sollten die Wurzeln Ihrer Koniferenhecke also zu lange unter Wasser stehen, dann werden die Wurzeln relativ schnell verfaulen. Das Verfaulen der Wurzeln kann auch nicht mehr aufgehalten werden, sobald dieser Prozess eingesetzt hat. Weil die Ursache des Problems mit dem Boden zu tun hat, sollten angegriffene Heckenpflanzen auch nicht durch neue Koniferen ersetzt werden, weil auch die neuen Heckenpflanzen über kurz oder lang mit dem gleichen Problem konfrontiert werden.

Dieses Problem kann jedoch relativ einfach behoben werden. Koniferen wachsen in vielen Gärten und in ganz Europa. Diese Tatsache zeigt bereits, dass die Wurzeln der Koniferen nicht sehr schnell verfaulen, nur weil der Boden aus gewissen Wasserschichten besteht, weil viele Bodensorten nämlich spielend leicht wasserdurchlässiger gemacht werden können. Wenn Ihr Gartenboden also nicht zu kompakt und schwer ist, dann können sie ihn noch vor dem Pflanzen Ihrer Koniferen mit Löchern versehen, die Sie einfach in die Pflanzrinne stechen. Schwere Bodensorten können Sie eventuell mit Sand vermischen, um die Durchlässigkeit des Bodens zu verbessern.

Nur wenn der Boden Ihres Gartens ganz besonders schwer und kompakt sein sollte, denken Sie hier an einen Lehmboden, dann sind immergrüne Koniferen absolut keine Option. Der Urweltmammutbaum ist jedoch eine von wenigen Sorten, die sogar auf sumpfigen, schlammigen Böden noch sehr gut überleben kann und zu ausgesprochen hübschen Koniferengecken heranwachsen kann. Es handelt sich beim Urweltmammutbaum jedoch um eine laubabwerfende Sorte. Auch andere Heckenpflanzen, die nasse Böden gut verkraften können, denken Sie hier an die Hainbuche und an die Schlehe, werfen im Herbst ihre Blätter ab. Sie sind deshalb lohnenswerte Optionen, weil man sich im Winter eher weniger oft im Garten aufhält.

Lieber weniger formelle Hecken

Eine Koniferenhecke sieht eigentlich immer am besten aus, wenn sie in eine straffe Form geschnitten wird. Weil diese Pflanzen keine großen Blätter haben und von Natur aus bereits eine ziemlich gerade Wuchsform haben, eignen sie sich ganz besonders gut als Hecke. Manche Gartenbesitzer geben ihren Koniferenhecken in der oberen Hälfte gern ein natürliches, kegelförmiges Aussehen, die für Thujen oder Leyland-Zypressen so typisch ist. Eine Hecke als Blockform ist in deutschen Gärten jedoch am häufigsten zu finden. Sind Sie der Meinung, dass straff geschnittene, formelle Hecken eher etwas eintönig aussehen? Entscheiden Sie sich dann für Heckenpflanzen, die dekorative Blätter haben und trotzdem immergrün sind.

Eine Kirschlorbeergecke ist ein bekanntes Beispiel einer immergrünen Hecke, die viel lebhafter aussieht als eine Koniferengecke. Der Kirschlorbeer hat nämlich relativ große, glänzende Blätter, die viel besser zur Geltung kommen, wenn sie nicht so straff zurückgeschnitten werden. Dadurch kann ihr lockeres, spielerisches Aussehen viel besser erhalten bleiben. Die Japanische Aukube hat vergleichbare Blätter, die jedoch dekorative, gelbe Flecken haben. Auch der Liguster wird oft als formelle Hecke verwendet. Wenn Sie den Liguster jedoch weniger oft schneiden, dann wird er zu einer natürlich wirkenden, blühenden Ligusterhecke heranwachsen. Der Rhododendron ist immergrün und sehr gut winterhart. Außerdem hat er im Frühjahr ganz besonders große, hübsche Blüten, während der Feuerdorn nicht nur scharfe Dornen hat, sondern auch farbenfrohe Blüten und Beeren.

Weniger oft geschnittene Hecken haben im Gegensatz zu regelmäßig geschnittenen Koniferenhecken jedoch einen etwas breiteren Wuchs. Wenn Sie allerdings genug Platz im Garten haben, dann können auch breitere Hecken in Ihrem Garten wachsen. Hecken mit einer natürlichen Ausstrahlung passen in der Regel nicht sehr gut zu etwas kleineren Gärten, die an Platzmangel leiden. Es gibt jedoch auch Heckenpflanzen mit einem aufrechten, schmalen Wuchs, denken Sie hier an den Kirschlorbeer 'Genolia'®, obwohl eine Eibenhecke und eine Thuja-Hecke sogar noch bis zu 30 cm schmaler bleiben.

Weniger pflegebedürftig

Das Schneiden von Koniferen ist relativ einfach. Rückschnitte sollten jedoch regelmäßig und korrekt durchgeführt werden. Vor allem Schuppenkoniferen, denken Sie hier an die Thuja, an die Leyland-Zypresse oder an die Scheinzypresse, können durch falsche oder nur gelegentlich durchgeführte Rückschnitte einen irreversiblen Schaden davontragen. In der Regel sind zwei bis drei Rückschnitte pro Jahr ausreichend. Die Grüne Leyland-Zypresse hat jedoch einen relativ schnellen Wuchs, deshalb sollte sie mindestens viermal pro Jahr geschnitten werden. Vielleicht haben Sie nicht viel Zeit für die Gartenarbeit oder vielleicht haben Sie nicht genug Übung im Umgang mit Heckenscheren. Auch dann sollten Sie nicht das Risiko eingehen, um Ihre Koniferenhecke zu weit zurückzuschneiden.

Trotzdem brauchen Sie nicht auf eine Koniferenhecke im Garten zu verzichten, wenn Sie nicht viel Zeit für die Gartenarbeit haben. Die Eibe ist nämlich eine langsam wachsende Koniferen-Sorte, die nur ein- bis zweimal pro Jahr geschnitten werden muss, damit sie ihre Form das ganze Jahr hindurch gut halten kann. Außerdem ist die Eibe die einzige Koniferen-Sorte, die Ausrutscher beim Zurückschneiden gut verkraften kann. Sie können Ihrer Eibenhecke sogar einen Verjüngungsschnitt geben, indem Sie die Zweige besonders stark zurückschneiden, sogar bis in alte Holz. Die Eibe wird auch nach so einem radikalen Schnitt immer wieder austreiben.

Weil eine Eibenhecke einen langsamen Wuchs hat, müssen Sie jedoch etwas länger auf eine hohe Hecke warten. Diese Wartezeit kann eventuell verkürzt werden, indem Sie eine Fertighecke in den Garten pflanzen. Auch eine Eibengecke als Fertiggecke braucht nur ein- bis zweimal pro Jahr geschnitten zu werden. Dadurch sind Eibenhecken viel pflegeleichter als straffe Hecken aus Laubpflanzen, die pro Jahr viel häufiger zurückgeschnitten werden müssen, um ihre Form zu halten, denken Sie hier zum Beispiel an eine Ligusterhecke. Koniferen passen deshalb besonders gut zu einem pflegeleichten Garten.

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