Giftige Heckenpflanzen

2. Januar 2019
Giftige Heckenpflanzen

Manche Heckenpflanzen, auch einige besonders beliebte Heckenpflanzen-Sorten, haben giftige Pflanzen-Teile. Das braucht aber weiter kein Problem zu sein; Hecken werden ja vor allem gepflanzt, damit man sie bewundern kann und damit sie für viel Privacy im Garten sorgen können. Für kleine Kinder und Haustiere kann eine Hecke mit giftigen Pflanzen-Teilen jedoch zu einer Gefahr werden. Deshalb erzählen wir Ihnen gerne etwas mehr über giftige Heckenpflanzen und wir informieren Sie darüber welche Pflanzen-Teile jetzt genau giftig sind. Außerdem schlagen wir Ihnen auch ein paar Alternativen vor. Sie können daraufhin hoffentlich eine gute Auswahl treffen, die Ihren Garten-Wünschen und Ihrer Situation entspricht.

Die Eibe ist eigentlich ganz und gar giftig
Sollten Sie trotzdem eine Eiben-Hecke im Garten bevorzugen, dann brauchen Sie Ihren Wunsch wirklich nicht aufzugeben.

Die Eibe ist eigentlich ganz und gar giftig

Es kann sein, dass die Eibe zu den meist geliebten Koniferen Europas gehört, aber Kinder und Tiere sollten vorsichtshalber nicht in ihre Nähe kommen. Fast alle Pflanzen-Teile der Eibe sind nämlich giftig. Das Gift der Eibe ist stark genug, um sogar Vieh zu töten, bei kleineren Lebewesen ist der Verzehr von Eiben-Pflanzen-Teilen also ausgesprochen lebensgefährlich. Die Beeren, die nach der Blüte an der weiblichen Bechereibe erscheinen, sehen durch ihre auffallende Farbe auch besonders einladend aus. Obwohl das Fruchtfleisch süß und sogar essbar ist, enthalten die Kerne jedoch Gift-Stoffe, wie Taxin A und B, die nur ein Vogel-Magen gut verkraften kann.

Sollten Sie trotzdem eine Eiben-Hecke im Garten bevorzugen, dann brauchen Sie Ihren Wunsch wirklich nicht aufzugeben. Haben Sie keine Haustiere, sondern Kinder? Dann könnten Sie beispielsweise nur männliche, nicht fruchtende Becher-Eiben verwenden, die keine Beeren bekommen. Die Nadeln und der Stamm der Eiben-Hecke sind dann zwar immer noch giftig, aber Kinder werden diese Pflanzen-Teile nicht so schnell in ihren Mund stecken. Außerdem kann eine Eiben-Hecke ohne Beeren auch einfacher ihre straffe, formelle Form halten. Lebensbaum-Hecken, Scheinzypressen-Hecken und Leyland-Zypressen-Hecken sind dann gute, ungiftige Alternativen. Koniferen sollten jedoch öfters zurückgeschnitten werden als Eiben, vor allem Leyland-Zypressen. Darauf sollten Sie schon achten.

Die Giftigkeit von Kirschlorbeer-Hecken ist gering
ine andere beliebte, immergrüne Heckenpflanze mit giftigen Pflanzen-Teilen ist der Kirschlorbeer.

Die Giftigkeit von Kirschlorbeer-Hecken ist gering

Eine andere beliebte, immergrüne Heckenpflanze mit giftigen Pflanzen-Teilen ist der Kirschlorbeer. Das Risiko für Kinder liegt bei einem Kirschlorbeer bedeutend niedriger als bei einer Eibe. Kirschlorbeer-Beeren sind nämlich weniger auffallend und viel weniger lebensbedrohlich als Eiben-Beeren. Sollte Ihr Kind weniger als fünf Eiben-Beeren essen, dann ist es meistens ausreichend, wenn Ihr Kind dann viel Wasser trinkt, um dadurch die Blausäure der Beeren zu neutralisieren. Wenn mehrere Beeren gegessen werden, dann sollten Sie zum Arzt gehen. Bei Tieren ist das schwerer, weil die Blätter, die Zweige, der Stamm und die Wurzeln mehr Gift enthalten als die relativ kleinen Kerne der Beeren.

Auch die Japanische Aukube, die dem Kirschlorbeer ziemlich ähnelt, ist schwach giftig. Die giftigen Pflanzen-Teile dieser Heckenpflanze sind jedoch viel weniger giftig als die Pflanzen-Teile einer Kirschlorbeer-Hecke. Trotzdem sollten Sie besonders vorsichtig sein, wenn sich Tiere in der Nähe der Hecke aufhalten. Dies bedeutet übrigens nicht, dass Japanische Aukuben-Hecken oder auch Kirschlorbeer-Hecken generell nicht dort verwendet werden sollten, wo sich jeden Tag Kinder oder Tiere aufhalten. Sie sollten dann immer gut aufpassen und nach dem versehentlichen Essen giftiger Pflanzen-Teile sofort einen Arzt kontaktieren, damit größere Probleme gar nicht erst entstehen können.

Andere giftige Heckenpflanzen
Leider konnten wir nicht alle Heckenpflanzen nennen, denn auch die Pflanzen-Teile eines Buchsbaums sind giftig.

Andere giftige Heckenpflanzen

Die giftigen Heckenpflanzen, die wir bereits erwähnt haben, sind alle immergrün. Leider konnten wir nicht alle Heckenpflanzen nennen, denn auch die Pflanzen-Teile eines Buchsbaums sind giftig. Nehmen Sie die Japanische Stechpalme, wenn Sie Buchsbaum-Ersatz suchen. Dieser oft verwendete Buchsbaum-Ersatz hat zwar leicht giftige Beeren, aber diese Giftigkeit ist weniger riskant. Auch der fast immergrüne Liguster ist giftig, genauso wie die Stechpalme, obwohl das versehentliche Essen von Stechpalmen-Beeren in kleinen Mengen nicht tödlich ist. Farbenfrohe Feuerdorn-Beeren sind ebenfalls leicht giftig, aber die scharfen Dornen an den Zweigen werden dafür sorgen, dass Feuerdorn-Beeren nicht schnell gegessen werden. Feuerdorn-Beeren greifen den Verdauungsvorgang an.

Bei laubabwerfenden Heckenpflanzen gibt es mehr Auswahl, obwohl die Kerne von Kuper-Felsenbirnen-Beeren immer noch leicht giftig sind. Trotzdem gibt es noch genug blühende Heckenpflanzen, die sogar essbare Früchte bekommen, wie beispielsweise die Hagebutten der Heckenrose oder der Kartoffelrose. Die Buchenhecke und die Hainbuche, die der Buchenhecke ähnlich sieht, können problemlos in einen Garten gepflanzt werden, indem neugierige Kinder und Tiere herumlaufen. Buchenhecken sind außerdem ganz wunderbare Privacy-Hecken. Der Feldahorn ist übrigens auch eine wunderbare, ungiftige Heckenpflanze. Der Eingriffelige Weißdorn ist ebenfalls eine Pflanze, die ungiftig ist. Die Dornen eines Eingriffeligen Weißdorns können jedoch zu Verletzungen führen.

Zusätzliche Hinweise über giftige Heckenpflanzen
Dann helfen wir Ihnen gerne, denn unsere Heckenpflanzen-Experten sind immer für Sie da.

Zusätzliche Hinweise über giftige Heckenpflanzen

Brauchen Sie einen Rat, wenn es um die Auswahl von ungiftigen Heckenpflanzen geht, die bedenkenlos in den Garten gepflanzt werden können? Sind Sie sich nicht sicher, wenn es um die Pflanzen in Ihrem Garten geht? Dann helfen wir Ihnen gerne, denn unsere Heckenpflanzen-Experten sind immer für Sie da. Wie bereits gesagt: giftige Heckenpflanzen führen nicht ganz automatisch zu lebensgefährlichen Situationen in Ihrem Garten, aber mit unserer Hilfe wissen Sie was Sie erwarten können und welche Vorsichtsmaßnahmen Sie eventuell treffen sollten, wenn Sie eine hübsche Eiben-Hecke, Kirschlorbeer-Hecke, Buchsbaum-Hecke, Liguster-Hecke oder eine andere Hecke mit giftigen Pflanzen-Teilen in Ihren Garten pflanzen wollen.